Welche Rolle spielen das räumliche Setting und der Ort bei der Inszenierung einer Performance? Wie kann eine Live-Performance durch digitale Medien erweitert werden? In diesem Workshop werden wir Strategien des Umgangs mit Raum und Örtlichkeit, Publikumsdisposition und Atmosphären in Bezug auf Live-Performance untersuchen. Möglichkeiten der Integration von Video, Sound und Archivmaterial für hybride Live-Formate spielen ebenso eine Rolle wie Fragen der Dokumentation. Die Lehrveranstaltung versteht sich als szenisches Projekt, dessen Teilnehmer*innen aufgefordert sind, im Laufe des Semesters eigene performative Skizzen zu entwerfen und zu realisieren, allein oder in der Gruppe. Das Seminar kann nur in Verbindung mit dem Seminar "Autobiographie – Performance – Raum" belegt werden.

What role do the spatial setting and location play in the staging of a live performance? How can the live performance be extended through digital media? In this workshop we will explore spatial strategies of dealing with location and site, performer/audience formations and atmospheres in relation to live performance. We will look at ways of integrating film, sound, and archival material in a live event, as well as questions of documentation.The workshop is intended as a scenic project whose participants are asked to design and realise their own performative sketches, alone or in a group, during the course of the semester, and can only be taken in conjunction with the seminar “Autobiographie – Performance – Raum”.
Was bedeutet es, "sich selbst“ als Ausgangspunkt für eine Performance zu setzen? Die eigene Biographie, ein konkretes Erlebnis oder eine Erinnerung, eine eigene Position als Material für ein Publikum zu bearbeiten? Im Szenischen Projekt "Autobiographie – Performance – Raum“ wollen wir anknüpfen an das aus der US-amerikanischen Performance Art der 1960er und 1970er stammende und bis heute verbreitete Genre der Auto-Performance, in dem Künstler*innen wie Marina Abramović, Spalding Gray, Guillermo Gómez-Peña, Antonia Baehr, Tucké Royale und viele andere Stücke auf der Basis der eigenen Lebenserfahrung entwickeln, nicht selten, um marginalisierten oder sanktionierten Aspekten der je selbst empfundenen Identität Form und Ausdruck zu geben.
Die Lehrveranstaltung versteht sich als szenisches Projekt, dessen Teilnehmer*innen aufgefordert sind, im Laufe des Semesters eigene performative Skizzen zu entwerfen und zu realisieren, allein oder in der Gruppe. Besonderes Augenmerk wird hierbei auch auf den szenographischen Raum gelegt, in dem die Stücke entstehen. Nach einigen regelmäßigen Kontext- und Konzeptionssitzungen während der Vorlesungszeit sollen die Performances während einer längeren Umsetzungsphase im Zeitraum 20.09.-02.10. – in der HfG, in Karlsruhe – zur Aufführung gebracht werden.