How to write about contemporary art? Diese Frage war Titel eines 2014 erschienen Ratgebers der Londoner Kunstkritikerin Gilda Williams. Die Antwort jedoch, so lernen wir schon in der Einleitung, liegt irgendwo zwischen den spröden Konventionen des "International Art English" und dem Erarbeiten einer eigenen Stimme, Methodik und nicht zuletzt eines Ethos des kritischen Schreibens. Dabei gilt es, das Ich des Autors oder der Autorin irgendwo zwischen den Polen "Confessional Writing" und "objektiver Kritik" – zwischen "Kunst" und "Wissenschaft" – zu stabilisieren. In diesem Praxisseminar werden wir die einschlägigen Textsorten kunstwissenschaftlichen Schreibens auf ihre Machart hin untersuchen und uns schreibend aneignen. Begleitend zu dieser Praxis werden wir Ratgeber lesen und die Standpunkte methodenkritischer Theoretiker*innen kennenlernen und diskutieren. Autor*innen einschlägiger Magazine (Frieze, Artfoum) werden uns darüber hinaus ungefilterte Einblicke in die Realität des professionalisierten Schreibens geben. Für den Scheinerwerb müssen während des Semesters zwei Schreibaufgaben geleistet werden. Zusammen mit aktiver Mitarbeit ersetzen diese das Anfertigen einer Hausarbeit.
As spaces, interiors and objects become more photogenic we are experiencing the instagramization of our environment. The private and public realm including objects are staged and designed to appear likeable and attract users. While companies capitalize on the popularity of social media applications such as Instagram, this phenomenon subtly changes our visual landscapes and designs. Photo-friendly background material as well as image-friendly objects are created. Each week you will create one object assignment, and work with the tools necessary, including renderings. Each photoshoot will result in an
object uploaded on Instagram. Groupwork in pairs of two. Please do not enlist if you cannot attend on a regular basis.
In dem wöchentlichen und praktisch orientierten Kurs werden die Grundlagen und Möglichkeiten des systematischen Arbeitens mit Adobe Premiere Pro vermittelt. Besprochen werden alle essentiellen Themen für eine gelungene Post-Produktion: Planung und Anlage eines Projekts, Organisation von Material, Schnittwerkzeuge und -techniken, Arbeit mit Vorschau-Monitoren und Timeline, Arbeit mit animierten Effekten, Tonanlage in Stereo und 5.1, Multikamera-Schnitt sowie der Export für Datenträger, Internet und auch das Kino. Das Praxisseminar beinhaltet dann auch grundlegende Themen wie aktuelle Video-Formate, Grundlagen der Farbwissenschaft und -korrektur und Formatierung für (Multi-Screen) Installationen. Vorkenntnisse sind keine erforderlich, Einsteiger sind ausdrücklich willkommen.

This weekly, hands-on seminar will concentrate on extensive basics of an organized film editing and post-production project using Adobe Premiere Pro. We will also dive into current video formats, color science and correction, export for multiple purposes like installations, the internet or cinema.
In Kooperation mit dem 2018 gegründeten Bereich „Wissen“ des ZKM.
Das Archiv des ZKM umfasst über 120 Bestände von Künstler*innen und Theoretiker*innen. Anhand dieses Materials lässt sich eine Geschichte der Medienkunst des 20. und 21. Jahrhunderts nachzeichnen.
Nachdem uns im vergangenen Semester Expert*innen des ZKM eine Einführung in ihre konservatorische und archivarische Praxis, u.a. in das „Labor für antiquerte Videosysteme“, gegeben haben, begeben wir uns weiter auf medienarchäologische Spurensuche. Gemeinsam werden wir uns eingehend mit ausgewählten Materialien beschäftigen, um u.a. auch folgenden Fragen nachzugehen: Was für eine Institution ist das Archiv? In welchem Zusammenhang stehen Archiv und Medium? Inwiefern kann das Archiv eine künstlerische Praxis abbilden? Was für eine Form von Wissen kann dieses vermitteln? Und wie gehe ich mit der Vergänglichkeit immer „neuer“ Medienformate in meiner eigenen Arbeit um? Wie kann ich meine eigene (künstlerische) Praxis archivieren?
Das Seminar ist offen für Studierende aller Fachgruppen.
Künstlerbücher sind seit den 1970er Jahren zu einer komplementären wie eigenständigen Kunstform geworden. Über die Jahrzehnte entwickelten sie sich zu einer Bewegung, die mit allen Formaten wie Möglichkeiten des Veröffentlichens und des Print-on-demands spielt.
In dem Seminar beschäftigen wir uns mit ikonischen Künstlerbüchern, die die künstlerische Fotografie entscheidend geprägt haben, wie zum Beispiel Ed Ruschas „Every Building on the Sunset Strip“ oder Roni Horns „Another Water“.
Im Sommersemester werden wir unseren Fokus vor allem auf die Künstlerbücher-Flut des letzten Jahrzehnts legen. Anhand von unseren im Wintersemester 2019/2020 entwickelten Ideen fertigen wir eigene oder kollaborative Künstlerbücher mit Fotografie an und steigen so immer tiefer in die Welt des Sortierens, Formens, Konzeptualisierens und Zusammenfügens ein. 
Fortführung aus dem letzten Semester, mit Fokus auf der Entwicklung und Produktion von eigenen Künstlerbüchern mit Fotografie.
Offen für Studierende aller Fachgruppen. Einstieg möglich.
Gast: Maren Lüdtke-Tiedow (Editor Camera Austria / Herausgeberin unzähliger Künstlerbücher mit Fotografie)
Lautsprecher sind in unserer Kultur nicht mehr wegzudenken, haben einen ähnlichen Stellenwert wie etwa Autos, Telefone, Internet, arbeiten oft unbemerkt im Hintergrund. Ohne Lautsprecher kann die moderne Gesellschaft nicht funktionieren, wäre die Kunst um ein wichtiges "Material" ärmer.
In vielen Bereichen wird angestrebt, Musik so original wie möglich zu reproduzieren. Die Filmindustrie versucht dies z. B. durch Normen wie THX.
Wie gut ist das Reproduzieren überhaupt möglich, welche Rolle spielt der Raum, wo sind die Grenzen? In Hörsitzungen werden wir sehr alte bis neue "Referenzlautsprecher" der Industrie mit verschiedenen eigenen Entwicklungen vergleichen. Elektronik und Software werden uns dabei helfen.
Es werden Aufbau, Funktionsweisen, Standards, Gehäuse, Designs, Qualitätsunterschiede und verschiedene Entwicklungen von Lautsprechern besprochen und getestet.
Welche Lautsprecher sind für welche Situation bzw. welche Installation am besten geeignet? Es können eigene Lautsprecherboxen, zum Beispiel für Kunstinstallationen entwickelt und gebaut werden. Produktdesigner*innen können das Design von Lautsprechergehäusen entwerfen. Wir finden das passende “Lautsprecherchassis“, den Kompromiss zwischen Funktion und Design.
Wir werden einiges zu hören bekommen, High End in der Werbung überwinden, die Kette von der Aufnahme bis zum Wiedergabe-Raum besprechen, Digital-ungleich-Digital erfahren, MP3-ungleich-Analog erleben.
TV, Radio, Telefon, Smartphone, Auto, Sprechanlage, Hörgerät, Hupe, Computer, Megaphon... Kino, Bahnhof, Supermarkt, Straßenbahn... Demos, Konzerte, Partys, Werbung, Revolution... Medien-Kunst-Installation.