Allgegenwärtige digitale Formen mischen sich mit Artefakten aus der Vergangenheit und bilden ein sich ständig verzweigendes Netzwerk – eine flüchtige visuelle Wolke. Trotzdem nehmen wir digitale Oberflächen als etwas Selbstverständliches, als selbstverständliches Werkzeug und tägliche Begleiter wahr – in Ermangelung jeglichen Wissens über ihre Urheberschaft, ihre Ökonomie und ihre Algorithmen.
Vor diesem Hintergrund widmet sich der Kongress zur Visualität des Internets der Integrität moderner Technologien und befragt visuelle Modelle im Kontext von Kultur und digitalen Möglichkeiten. Die Konferenz stellt ein Bestreben dar, sich von bestehenden Werkzeugen und ausgetretenen visuellen Pfaden zu emanzipieren und die Konfektionsware der visuellen Vorlagen aufzubrechen. Der Ansatz basiert auf starken Dialogen zwischen der Online-Welt und unseren Tätigkeitsfeldern als selbstreflektierende Designer. Es handelt sich um eine fortlaufende Feedback-Schleife zwischen Gesellschaft, Netzwerkpolitik und dem Visuellen als notwendige Interessenspunkte.