Können theoretische Inhalte ohne gravierende Simplifizierungen und Nuancenverluste anders als nur in Textform vermittelt werden? Welche audiovisuellen, räumlichen und anderen „ästhetisch erfahrbaren“ displays of knowledge eignen sich für die Präsentation der geisteswissenschaftlichen Themenkomplexe, ohne dabei auf der inhaltlichen Ebene banalisierend zu wirken und keinen Beigeschmack der Popularisierung oder des Info- und Edutainments zu hinterlassen? Kurzum: Welche relevanten Mediatisierungsformen können für die „Theorie“ als eine institutionalisierte Form der Diskursproduktion und „Theorien“ als deren Produkte entwickelt werden?
Auf der Seminarlektüre zu diversen Vermittlungstheorien aus dem letzten Semester aufbauend werden im Seminar konkrete Beispiele einer solchen Mediatisierung präsentiert und besprochen. Studierende sind dazu eingeladen, neue Formate zu entwickeln und eigene Projekte umzusetzen. Projekte mit thematischen Bezügen zu ZKM-Ausstellungen werden in Zusammenarbeit mit den ZKM-Abteilungen „Bildung und Vermittlung“ und „Sammlung und Archive“ realisiert.