Das Parlament der Körper wurde von Paul B. Preciado und Viktor Neumann für die documenta 14 erdacht und dient uns in diesem Seminar dazu, die theoretische wie praktische Frage zu stellen, welche Handlungen und Akte öffentlichen Raum gestalten. Das Parlament der Körper ist als ein politischer Raum mit offener Form gedacht, der die Herstellung von dissidenten Bündnissen verhandelt, die sich gegen hegemoniale Machtstrukturen positionieren. Dieser Raum begibt sich in das Spannungsverhältnis selbst keine Ausschlussmechanismen zu reproduzieren. Wie errichten wir diesen Raum gemeinsam, ohne festzuzurren; ohne nach dem Errichten Körper zuzurichten?

In drei Schritten widmen wir uns den Körpern, ihren Handlungen und ihren Bündnissen. Wir werden nach Körperpolitiken fragen und wie und von wem sie choreografiert, konstituiert sind. Wir werden die Räume, die der Versammlung, der Gemeinschaftsbildung dienen, befragen und wie sich in ihnen Gesellschaft bildet. Wie auch nach der kuratorischen Setzung und dem Verhältnis zwischen Kunst und Politik, das hier aufgerufen wird. Dabei werden wir sowohl medientheoretische als auch Begriffe aus der politischen Theorie vorstellen und gemeinsam diskutieren.