Seit dem Jahr 2013 erarbeitet der US-amerikanische Komponist, Dirigent und Musiker Ari Benjamin Meyers Musikinstallationen, die seither in internationalen Ausstellungshäusern und Galerien präsentiert wurden. Sie nehmen in der Regel die Form von Performances oder Happenings an, werden aber auch als Notenblätter, spezifische Objekte oder mithilfe des Mediums Film im Ausstellungsraum und zunehmend auch im öffentlichen Raum präsentiert. Die Performer*innen der Stücke sind sowohl Laien als auch professionelle Musiker*innen. Sie bieten ein völlig anderes Musikerlebnis als dies bei klassischen Konzerten möglich wäre.
Doch wie kann Musik zum Kunstwerk werden? Nach welchen kuratorischen Konzepten verlangen sie? Brauchen Musikinstallation einen neuen Ausstellungskontext, oder wie Meyers vorschlägt, eine „Kunsthalle for Music“? Welche Rolle nehmen die Besucher*innen, welche die Performer*innen ein?
Fragen wie diese sollen im Seminar ebenso erläutert wie diskutiert werden. Konzepte und Intentionen des Typus Musikinstallation werden vorgestellt. Zugleich soll das Blockseminar aber auch zur Diskussion darüber anregen, welche neuen Formen der Produktion und Rezeption von Musik im Ausstellungsraum möglich sind.