Im Oktober 2020 wollten wir nach Belarus fahren – eine Exkursion, die wegen Corona abgesagt wurde. Seitdem verfolgen wir die Veränderungen in diesem Land über die Nachrichten. Die Bilder der vielen Menschen auf den Straßen sind bewegend.
Künstler*innen und Kulturschaffende in Belarus arbeiten mit diesen Veränderungen täglich. Wie diese raue Gegenwart abgebildet wird, ist Thema dieser virtuellen Exkursion. Als wir die Reise planten, erwarteten wir, ein Land kennen zu lernen, das als „Museum der Sowjetunion“ bezeichnet wurde. Der Ausgang der Bewegung, die sich seit Wochen gegen ein brutales Regime behauptet, ist ungewiss, aber dass nichts mehr so ist, wie es war, ist deutlich spürbar.
Deswegen möchte ich diejenigen, die sich für die Exkursion interessiert haben, auf eine virtuelle Reise einladen. Zusammen mit dem Team des Goethe-Instituts Minsk, der Kuratorin Anna Karpenko und anderen organisieren wir Zusammenkünfte online. Es ist ein Experiment, das inhaltlich stark von unserem gegenseitigen Engagement und Vertrauen geprägt wird. Daher ist die Teilnehmer*innen-Zahl auf 8 Studierende begrenzt.