Im Seminar wird – ausgehend von maßgeblichen geschichtlichen und zeitgenössischen Positionen des künstlerischen Films – eine „Dramaturgie des Innenraums“ erforscht (Block) und im Anschluss in schriftlich-konzeptuellen Übungen erprobt. Vermittelt wird eine neue Perspektive auf filmische Verfahren der Erzählung. Insbesondere am Beispiel des sogenannten Kammerspielfilms wird auf die kinematographische Disposition von Räumen, Objekten und Körpern fokussiert. Dabei wird auch im Hinblick auf die Sprache bzw. den „Dialog“ der Frage nachgegangen, inwieweit die im filmdramaturgischen Diskurs stark verbreitete Kategorie der „Figuren-Psychologie“ als wirkungsästhetischer Effekt räumlich-materieller Operationen neu konzeptualisiert werden kann. Diese veränderte Perspektive soll neue Ansätze beim Schreiben von Drehbüchern und Szenarien bieten, die nach den Filmdiskussionen im Kino im weiteren Verlauf des Semesters von den Studierenden entwickelt werden können.

Max Linz ist Autor und Regisseur der Spielfilme ICH WILL MICH NICHT KÜNSTLICH AUFREGEN (2014) und WEITERMACHEN SANSSOUCI (2019). Nach dem Studium der Filmwissenschaft an der Freien Universität Berlin und an der Sorbonne Nouvelle Paris sowie der Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) lebt er als Filmemacher in Berlin. Daneben ist er als Dozent tätig, publiziert zu filmpolitischen und ästhetischen Themen und hat seit dem Wintersemester 2019/2020 eine Gastprofessur an der Universität der Künste Berlin.

Termine:
1.Block
01.12. 16-19 Uhr
02.12. 10-18 Uhr
03.12. 10-18 Uhr
04.12. 10-15 Uhr
2. Block im Februar 2021 nach Absprache
Einzelgespräche nach Vereinbarung