In diesem Seminar untersuchen wir verschiedene Methoden der Bilderstellung mit Fotografie, Druck und dem 'digital native' Bild. Das Wunder der Analogie, wie Kaja Silvermann es in ihrem gleichnamigen Buch beschreibt, beginnt mit der fotografischen Erfahrung im Inneren des Auges. In der Camera Obscura, einer dunklen Kammer, in die durch ein kleines Loch die Außenwelt projiziert wird, können wir dieses Wunder erleben. Wir werden verschiedene Methoden der analogen und digitalen Fotografie ausprobieren und uns die Körnung, die Pixel und die Kombination von Farben in Bildern und in unserer Wahrnehmung genauer ansehen. Wie werden wir diese fast unsichtbaren technischen Aspekte der Bilder in unserer Arbeit bewusst einsetzen, um auf subtile Weise Narration und Abstraktion zu gestalten? Im Verlauf dieses Seminars lernen wir, wie man analogen Film entwickelt, Bilder für den Siebdruck verpixelt und rastert. Wir lernen zu verstehen, wie Bilder unser Sehen und unsere Wahrnehmung verändern. Wir werden uns überlegen, wie digitale Softwareprozesse optische und chemische Metaphern erweitern und gleichzeitig "synthetische Medien" und zweifelswürdige Bilder ermöglichen.

In this seminar we examine different methods of image making with photography, printing, and the ‘digitally native’ image. The miracle of analogy, as Kaja Silvermann describes it in her book of the same name, begins with the photographic experience inside the eye. In the Camera Obscura, a dark chamber into which the world outside is projected through a small hole, we might experience this miracle. We will try out different methods of analog and digital photography and take a closer look at graining, pixels, and how colours combine in images and in our perception. How would we consciously use these almost invisible technical aspects of images in our work to subtly create narration and abstraction? In the course of this seminar we learn how to develop analog film, to pixelate and rasterize images for screen printing. We learn to understand how images shift our vision and perception. We will consider how digital software processes extend optical and chemical metaphors, while making possible ‘synthetic media’ and untrustworthy images.