Der Vergleich gehört zu den Standardoperationen nicht nur in der Kunstwissenschaft, sondern in allen Disziplinen, in denen Form eine diagnostische und argumentative Grundlage bildet. Nach einer längeren Pause soll im Sommersemester wieder ein einführendes Seminar angeboten werden, das auf der Grundlage von Bildvergleichen Begriffe und Fragen wie z.B. Wahrnehmung und Gestalt, Kontext und Rezeption, Medium und Reproduktion durchspielt, mit Beispielen aus der Geschichte der bildenden Kunst und aus anderen Wissensgebieten.
Mit seiner Vorlesung ‘Art as Experience’ (1932/1934) legte der Philosoph John Dewey den Grundstein eines bis heute wirksamen Kunstverständnisses, das weniger auf das Kunstobjekt als darauf, was es „mit und in der Erfahrung tut“ fokussiert. Kunst, so die These, manifestiere sich erst im Vollzug ihrer Wahrnehmung. Zugleich stellt Dewey Überlegungen an über die Beziehung zwischen „Kunst als Erfahrung“ und spezifischen Wahrnehmungsbedingungen seiner Zeit.
In diesem Seminar folgen wir der Wirkungsästhetik bis in die jüngste Gegenwart. Welche Fragen wirft ein solcher Kunstbegriff hinsichtlich kunstwissenschaftlicher Methoden auf? In welchem Verhältnis steht er zu Begriffen des Phänomens, der Rezeption, der Interaktion, der Partizipation, der Interpassivität, der Sensorik oder des Sensoriums?
Wir befassen uns mit theoretischen und methodischen Ansätzen und erproben sie in Auseinandersetzung mit originalen Werken der Medienkunst in den Ausstellungen «The story that never ends» und «Silver Egg. Die Sinnlichkeit der Medienkunst» (ab 3.7.), beide im ZKM. Wir prüfen: Welche Begriffe erweisen sich für die Auseinandersetzung mit den einzelnen Kunstwerken als hilfreich, welche weniger, welche Fragen stellen sich? Inwiefern leiten oder verändern begriffliche Werkzeuge die eigene Wahrnehmung der Ausstellung und des Kunstwerks, welche Konsequenzen haben sie für die Werkbeschreibung und -analyse?
Ziel des Seminars ist die gemeinsame Realisierung einer Führung durch die Ausstellung «Silver Egg. Die Sinnlichkeit der Medienkunst», pünktlich zum Semesterrundgang (17.07.).
Sprache/Language: Deutsch und Englisch.
Scheinvergabe gemäß individueller Abgabeleistung:
- Basisleistungsschein KuPhi (schriftliche und mündliche Übungen im Semester)
oder
- Leistungsschein Kunstwissenschaft oder Kunst- und Medienphilosophie (schriftliche und mündliche Übungen + Abgabe einer schriftlichen Ausarbeitung des eigenen Beitrags zur Führung).
In diesem Seminar folgen wir der Wirkungsästhetik bis in die jüngste Gegenwart. Welche Fragen wirft ein solcher Kunstbegriff hinsichtlich kunstwissenschaftlicher Methoden auf? In welchem Verhältnis steht er zu Begriffen des Phänomens, der Rezeption, der Interaktion, der Partizipation, der Interpassivität, der Sensorik oder des Sensoriums?
Wir befassen uns mit theoretischen und methodischen Ansätzen und erproben sie in Auseinandersetzung mit originalen Werken der Medienkunst in den Ausstellungen «The story that never ends» und «Silver Egg. Die Sinnlichkeit der Medienkunst» (ab 3.7.), beide im ZKM. Wir prüfen: Welche Begriffe erweisen sich für die Auseinandersetzung mit den einzelnen Kunstwerken als hilfreich, welche weniger, welche Fragen stellen sich? Inwiefern leiten oder verändern begriffliche Werkzeuge die eigene Wahrnehmung der Ausstellung und des Kunstwerks, welche Konsequenzen haben sie für die Werkbeschreibung und -analyse?
Ziel des Seminars ist die gemeinsame Realisierung einer Führung durch die Ausstellung «Silver Egg. Die Sinnlichkeit der Medienkunst», pünktlich zum Semesterrundgang (17.07.).
Sprache/Language: Deutsch und Englisch.
Scheinvergabe gemäß individueller Abgabeleistung:
- Basisleistungsschein KuPhi (schriftliche und mündliche Übungen im Semester)
oder
- Leistungsschein Kunstwissenschaft oder Kunst- und Medienphilosophie (schriftliche und mündliche Übungen + Abgabe einer schriftlichen Ausarbeitung des eigenen Beitrags zur Führung).