Available courses

Das Offene Kolloquium dient dem gemeinsamen Austausch und der Konzeption, Ideenfindung und Formulierung von laufenden und künftigen Projekten im Magisterstudium und im Diplom. Zur Sprache kommen Fragen wie z. B. zum Verfassen von Texten, zum Einsatz von Bildern oder zu bestimmten Recherchen und Materialien, aber auch rund um das Studium und den Studienabschluss. Alle Fachgruppen sind willkommen. Das Kolloquium wird regelmäßig jedes Semester angeboten. Keine Anmeldung erforderlich.

English-language contributions and presentations welcome at any time.
Das Kolloquium lädt ein zur Vorstellung und interdisziplinären Diskussion von Projekten aller Art: freie Projekte oder Abschlussprojekte, Theoriearbeiten oder Praxisarbeiten, Projekte in der Konzeptions-, Recherche- oder Realisierungsphase.

Die Teilnahme am Kolloquium kann regelmäßig oder spontan erfolgen. Sie ist eine wichtige Ergänzung zu Einzelsprechstunden, insbesondere in der Studienabschlussphase und zur Vorbereitung auf Prüfungen.

Für Studierende, die bei mir ihre Diplomprüfung im Theorienebenfach ablegen möchten, ist die mindestens zweimalige Teilnahme am Kolloquium im Lauf des Semesters sowie die einmalige Präsentation der Diplomarbeit (in welchem Entwicklungsstadium auch immer) verpflichtend!

Möchtest Du ein Projekt vorstellen? Melde Dich bitte spätestens zwei Wochen vor dem gewünschten Termin per Email: bkuon[at]hfg-karlsruhe.de

Sprache: Deutsch und Englisch

Anmeldung über moodle.hfg-karlsruhe.de

Scheinerwerb: Kein Scheinerwerb möglich



The colloquium invites participants to present, discuss, and contextualize their projects of all kinds in an interdisciplinary setting: independent projects or graduation projects, theoretical or practical work, projects in their conceptual, research, or implementation phases.

Participation in the colloquium can be regular or spontaneous. It serves as an important supplement to single talks, particularly during the graduation and exam preparation phase.

For students wishing to take their diploma exam in the minor theory subject with me, participation in the colloquium at least twice during the semester, as well as a presentation of the diploma work or thesis (regardless of its stage of development), is mandatory!

Do you wish to present your project? Please contact me by email no later than two weeks before your desired date: bkuon[at]hfg-karlsruhe.de

Language: German and English

Please enroll via moodle.hfg-karlsruhe.de

Scheinerwerb: Kein Scheinerwerb möglich
Dieses Kolloquium richtet sich an Studierende, die bei mir Abschluss- oder Zwischen-Prüfungen ablegen möchten. Der Besuch dieses Kolloquiums ist verpflichtend, sofern bei mir eine Prüfung im Fach KuPhi (Theorie) im Wintersemester 2026/27 belegt wird.

This colloquium is intended for students who wish to take final or preliminary exams with me. Attendance at this colloquium is mandatory if you are taking an exam in KuPhi (Theory) with me in the winter semester 2026/27.
Das Kolloquium dient der Vorbereitung und methodischen Begleitung von Seminar- und Abschlussarbeiten in den Bereichen Kunstwissenschaft und Kunst- und Medienphilosophie. Wir diskutieren Forschungsansätze und Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens, zudem unterstützt das Kolloquium die Ausarbeitung individueller Projekte. Zu diesem Zweck bietet das Kolloquium ein offenes Forum zur Präsentation studentischer Vorhaben und in Arbeit befindlicher Projekte an. Im Rahmen dieses Formats wird auch Beratung und Hilfestellung bei der Themensuche, Methodenwahl und Literaturrecherche angeboten. Sowohl Studierende im Grund- und Hauptstudium sowie Doktorierende sind zur Teilnahme eingeladen.
(for english see below)

KuPhi hilft beim Diplom! Theorie-Kolloquium für Diplomand:innen (MK, AdSz, KD, PD).

Die Diplomarbeit ist aufgebaut und präsentiert und dann - nachträglich und ohne Zusammenhang - folgt irgendwann die Vorbereitung auf eine Theorieprüfung?
Wir verändern diese Abfolge und lösen die Trennung auf. Das Ziel: Kunstwissenschaft und Medienphilosophie, Geschichte oder Theorie bestmöglich für die eigene Diplomarbeit nutzen und so vielleicht auch schon bei der Diplompräsentation auf die Nebenfachprüfung in Kunstwissenschaft oder Medientheorie vorbereitet sein. Die Diskussion in der Gruppe unterstützt Austausch und horizontales Lernen über Grenzen unterschiedlicher Studiengänge hinweg.

Dieses Kolloquium ist obligatorisch für Diplomstudierende, die in diesem Semester eine Nebenfachprüfung in Kunstwissenschaft oder Medienphilosophie bei mir (Nina Zschocke) ablegen möchten.

Dieses Kolloquium unterstützt bei:
- der Recherche und Arbeit mit Literatur zum Diplomthema
- Schreibprozessen im Rahmen der Diplomarbeit
- der Vorbereitung auf die Nebenfachprüfung Kunstwissenschaft oder Medientheorie.

Kein Schein

Anmeldung bitte bis 21.10. per E-Mail an: nzschocke (at) hfg-karlsruhe.de

ENGL:
KuPhi helps with your diploma project! Theory colloquium for graduating students (MK, AdSz, KD, PD).

The diploma project has been exhibited and presented, and then—afterwards and without context— the preparation for a theory exam begins?
We are changing this order and dissolving the separation. The goal: to make the best possible use of art history and media philosophy, history, or theory for your final project (and while doing so possibly preparing at once for the theory exam). Discussions in the group support exchange and horizontal learning across different degree programs.

Participation is mandatory for diploma candidates who plan to take an exam with me (Nina Zschocke) in this semester.

This colloquium provides support with:
- Research and working with literature on the thesis topic
- Writing processes within the framework of the thesis
- Preparation for the minor subject examination in art history or media theory.

Please sign in until October 21st by email to: nzschocke (@) hfg-karlsruhe.de

Sprache: Deutsch und/oder Englisch
Language: German and/or English

No credits / Leistungsschein.


Das Kolloquium steht allen Studierenden offen, die ihre Diplom- oder Vordiplomarbeiten planen. Es bietet die Gelegenheit, den Umfang, die Entwicklung und die Thematik der geplanten Arbeit zu besprechen, und gibt Orientierungshilfen zu Forschungsmethoden und Präsentationsformen, einschließlich akademischer und spekulativer Schreibpraktiken. Wir werden erörtern, wie Ideen in Formen und Projekte umgesetzt werden und wie sich Praktiken (Handlungsweisen) in Praxis (die Verknüpfung von Theorie und Handeln) verwandeln lassen.

Zweisprachig Englisch-Deutsch

The colloquium is open for all students planning their diplomas or pre-diplomas, and will give the opportunity to discuss the scope, development and thematics of the proposed work, and give guidelines to the research methods and forms of presentation, including academic and speculative writing practices. We will discuss how ideas become translated into forms, into projects, and how to transform practices (ways of doing) into praxis (the integration of theory into action)

Bilingual English-German
Taking Germany in Autumn (1978) as a point of departure, this seminar explores collective filmmaking as a way of responding to political and social change. We will look at historical and contemporary forms of militant and engaged cinema, cinétracts, counter-information, and archival practices, asking how moving images participate in the production of public memory and political narratives.

Through screenings and discussions, we will encounter works by filmmakers and collectives including Santiago Álvarez, Helke Sander, Harun Farocki, Isaac Julien and Sankofa, Black Audio Film Collective, as well as more recent artistic approaches to archives, architecture, evidence, and contested images. A three-day programme with film scholar Raquel Schefer and excursions will expand these perspectives.

The seminar takes place every Thursday, combining screenings and theoretical input in the morning with research, archival exercises, and practical work in the afternoon.
Throughout the semester, students will develop short research-based cinétracts in response to a contemporary situation. The format, production and mode of circulation will be developed collectively. The resulting works will be presented in the context of Campus EMAF at the European Media Art Festival in Osnabrück in April 2027.

Opening film “German in Autumn” 1978
WED 14.10.2026 - 18h

THU 22.10.2026 - 10h-13h
26.- 28.10.2026 - 10h-17h
THU 05.11.2026 - 10h-17h
THU 19.11.2026 - 10h-17h
THU 03.12.2026 - 10h-17h
FRI 04.12.2025 - 10h-17h
THU 17.12.2026 - 10h-17h
11.- 14.01.2027 - 10h-17h
THU 28.01.2027 - 10h-17h
THU 11.02.2027 - 10h-17h

ROOM 103
Das Seminar widmet sich den Wissensordnungen von Fotografien im Archiv und deren theoretischem und praktischem Potenzial. Dazu werden wir uns mit Fragen beschäftigen, die den Archivbegriff im Kontext der Fotografie herausfordern: Welche Strukturen des Sammelns, der Ordnung und der Systematisierung liegen fotografischen Sammlungen zugrunde? Welche Machtverhältnisse, Hierarchien sowie Leerstellen werden durch Archivierungspraktiken erzeugt oder verdeckt?
Ausgehend von theoretischen Perspektiven und konkreten Fallstudien untersuchen wir im ersten Teil, wie fotografische Archive Wissen ordnen, erzeugen und vermitteln. Dabei werden unter anderem Texte von Elizabeth Edwards, Ariella Azoulay, Costanza Caraffa und Okwui Enwezor herangezogen. Zudem ermöglichen Besuche in Archiven in Karlsruhe den Bestand konkreter Fotosammlungen kennenzulernen und mehr über das Potenzial und die Herausforderungen im Umgang mit Fotoobjekten zu erfahren. Im zweiten Teil stehen künstlerische und kuratorische Projekte im Fokus, die Archive neu denken und bestehende Strukturen hinterfragen und damit zugleich persönliche und politische Dimensionen des Archivierens reflektieren: vom MAM – Matri Archive of the Mediterranean über das Black Archive Germany und De-Zentralbild bis hin zu Initiativen wie Decolonising the Archive. Das Seminar endet mit einer Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen eines kritischen Umgangs mit fotografischen Archiven in der Gegenwart und, wie eigene praktische und theoretische Positionen in Bezug auf Fotoarchive entwickelt werden können.
This seminar explores evolving notions of the natural and the artificial as they appear across philosophy, science, and architecture. Moving between ancient cosmologies and contemporary ecological thought, the course traces how materials—elements, compounds, composites—have shaped ways we conceptualize “nature”, “artifice”, and the built world.
From the early atomic theories of Democritus, to the natural philosophies of Aristotle and Theophrastus we examine how ideas of matter, change, motion, and rest were understood as inherent qualities of natural substances and how material taxonomies were grounded in sensory observations. We then follow these frameworks through medieval and early modern thought, including Arabic alchemical texts of Avicenna and scientific classification systems, culminating in Mendeleev’s periodic table as a foundational reorganization of the natural world.
Moving into the industrial era, the rise of chemistry, plastics, and composite materials transforms the meaning of the “artificial” and the material conditions of built worlds, culminating in contemporary critiques—from Bruno Latour to ecofeminist theories—that unsettle inherited nature–artifice dichotomies. Throughout the seminar and by focusing on specific case studies of constructed environments- buildings, interiors, landscapes- students are invited to consider how definitions and material knowledge—scientific, philosophical, and cultural—produce specific ways of making, building, and imagining worlds.
Credits: Leistungsschein Kunst- und Medienphilosophie, or Leistungsschein Kunstwissenschaft.
Dieses Seminar untersucht den modernen Imperialismus als kollektiven tiefenpsychologischen Prozess. Anstatt imperiale Landnahme als rein rationale Strategie zu begreifen, verwenden wir die Objektbeziehungstheorie von Melanie Klein (u.a. „Bemerkungen über einige schizoide Mechanismen“), um die unbewussten Abwehrmechanismen imperialer Herrschaft freizulegen. Dabei verknüpfen wir vier grundlegende Texte zu einer psychodynamischen Matrix:

1. Der primäre Neid & die Introjektion (Rosa Luxemburg, „Die Akkumulation des Kapitals“): Der existenzielle Zwang des Kapitals, in unberührte, nicht-kapitalistische Zivilisationen einzubrechen, um sich deren „gute Anteile“ (Märkte, Rohstoffe) gewaltsam einzuverleiben.
2. Die schizoparanoide Position (Hannah Arendt, „Imperialismus“): Die radikale Spaltung der Welt in die Metropole („gutes Objekt“) und das koloniale Chaos („böses Objekt“) im ekstatisch-nihilistischen „Great Game“ der Weltpolitik.
3. Die projektive Identifikation (William Dalrymple, „The Anarchy“): Die historische Praxis (am Beispiel der East India Company), bei der dem kolonisierten Subkontinent die Rolle des chaotischen, regierungsunfähigen Anderen so lange aufgezwungen wird, bis dieser sie verkörpert, was die brutale Ordnungsmacht rationalisiert.
4. Die manische Abwehr & das Scheitern der depressiven Position (Klaus Theweleit, „Buch der Königstöchter“): Die Unfähigkeit des imperialen Subjekts, Schuld und Trauer über die Zerstörung des Anderen zuzulassen. Der koloniale Mythos (die geraubte Königstochter) fungiert als manische Wiedergutmachung.

Im Dialog mit den Texten analysieren wir im Seminar Filme u.a. von Margarethe von Trotta, Xie Jin, Werner Herzog, Terrence Malick, Chantal Akerman, Jennifer Kent, Albert Serra und Claire Denis. Dabei dienen die Filme nicht der bloßen Illustration des Gelesenen. Das Ziel ist es, mittels der theoretischen Texte ein tieferes Verständnis für die filmkünstlerische Sprache zu entwickeln und umgekehrt die theoretischen Strukturen im Spiegel der Filme zu reflektieren.

Sprachen: Deutsch und Englisch

Anmeldung über moodle.hfg-karlsruhe.de
In der westlichen Denktradition gilt das Auge traditionell als das Organ der Distanz, der Abgrenzung, der Erkenntnis und der Kontrolle. Mit der Konstruktion der mathematischen Zentralperspektive in der Renaissance wurde das sehende Subjekt zum Herrscher über den Raum erhoben. Doch die technisch-symbolisch geschaffene visuelle Ordnung ist brüchig. Das Einführungsseminar widmet sich jenen Momenten in Kunst und Kult, Performance und Theater, Medien und öffentlichem Raum, in denen diese Ordnung kollabiert und das Verhältnis von Betrachtenden und Betrachtetem sich umkehrt: Momenten, in denen Bilder zurückschauen, Objekte den Blick erwidern und Medien ihre eigene Botschaft überbringen.

In fünf Themenblöcken untersuchen wir die Mechanismen solcher Grenzerfahrungen. Wir beginnen mit Taktiken der Blickumkehr im urbanen Raum ebenso wie im Bildraum (Panofsky, Carter, de Certeau, Baudelaire). Anschließend analysieren wir das Bild als Schirm, Schild, Maske, Camouflage und seine Funktion im Spiel mit dem Schautrieb (Sartre, Lacan, Caillois). Wir erforschen die destruktiv-kreativen Kräfte des Horrors (Bataille, Kristeva, Creed, Schneider) sowie die Effekte sakraler und profaner Erleuchtung (Florenski, Mondzain, Benjamin, Breton, Barthes), um schließlich die Medien und Mysterien der sensorischen Immersion (Kant, Wagner, Nietzsche, McLuhan) zu erkunden.

Das Seminar erfordert keine theoretischen Vorkenntnisse. Es führt kunst- und raumtheoretische, philosophische und psychoanalytische Ansätze zusammen und bietet einen interdisziplinären Einstieg in Kunstwissenschaft und Medienphilosophie. Im Rahmen von Exkursionen nach Berlin oder Paris sowie zu Museen, Ausstellungs- und Aufführungshäusern in der Region werden wir die erarbeiteten Ansätze im Dialog mit künstlerischen Arbeiten erproben.

Anmeldung über moodle.hfg-karlsruhe.de
Das Fluid Future Hub widmet sich jeglicher Form des Zukunftsdenkens. Studierende aller Fachgruppen sind eingeladen, sich mit Fragen und Impulsen sowie praktischen und theoretischen Ansätzen zu beteiligen. Die Arbeitsform wird sich an den eingebrachten Ansätzen, Themen- und Fragestellungen orientieren und ist bewusst offen. Auch kleine, unfertige, fragile Ansätze und Überlegungen sind willkommen und dürfen unangestrengt besprochen und geteilt werden.
DE Derivate des Mukbangs – einer digitalen Kompensationsform von Essen in Einsamkeit – sind aktuell vermehrt dem Verzehren (großer Mengen) von Nahrung gewidmet. Neben einem Surrogat für das Essen in Gemeinschaft allerdings laufen hier mutmaßlich diverse weitere Implikationen und Begehrensmuster zusammen, die das Seminar mit ausgewählter Literatur zu erschließen sucht. Als analoge Struktur zum Mukbang (und weiteren Formen delegierter Erfahrung) setzt das Seminar die Konserve als Ausgangspunkt für eine theoretisch-praktische Spurensuche.
Beginnend beim Potted Swan (einer Geflügelkonserve aus dem 19. Jh.) über die bekannte Erfahrung (weiter)verschenkter, jedoch nie gegessener Marmeladen und Kompotte unternimmt das Seminar eine kleine kulturanthropologische Spurensuche, um Motive, Affektstrukturen und Subjektivierungsweisen zu erschließen, die in der Kulturpraxis des Mukbangs zusammenlaufen. Begleitet wird die Recherche von ausgewählter Literatur, besonders von Theorieansätzen der spätkapitalistischen Medientheorie und Kritik der visuellen Ökonomie, die entstanden sind, noch ehe die in Rede stehenden digitalen Formate existierten. Das Seminar beginnt im Oktober mit Praxen und Vorgängen des Konservierens (wie etwa Einwecken) und setzt sich fort mit einer theoretischen Analyse sowie ästhetisch-experimentellen Verarbeitungen des Mukbangs. Im Februar und im für die Versorgung mit frischen Produkten schwierigsten Monat findet eine zweitägige Exkursion statt.

EN Derivatives of Mukbang – initially and primarily a digital compensation form for eating in solitude – are currently increasingly devoted to the consumption (of large quantities) of food. Besides functioning as a surrogate for communal eating, various further implications and desire patterns presumably converge here, which the seminar seeks to elucidate with selected literature. As an analog structure to Mukbang (and other forms of delegated experience), the seminar sets the canned preserve as the starting point of its theoretical-practical trace research.
Beginning with the Potted Swan (a poultry preserve from the 19th century) through the familiar experience of preserved, gifted, and further-passed-on jams and compots that are never eaten, the seminar undertakes a small cultural-anthropological investigation to elucidate motifs, affect structures, and modes of subjectivation that converge in the cultural practice of Mukbang. The research is accompanied by selected literature – particularly theoretical approaches from late-capitalist media theory and critique of visual economy that emerged before the digital formats in question existed. The seminar begins in October with practices and processes of preserving (such as home canning) and continues with a theoretical analysis as well as aesthetically-experimental processing of Mukbang. In February, during the month most difficult for provision of fresh products, we will open the cans and go on a two-day excursion.
DE Die Zukunft als Ressort für Erneuerung, Fortschritt, Wandel und Transformation stellt eines der mächtigsten Ideologeme der Gegenwartskultur dar. Nichts entfesselt politische und ökonomische Dynamiken so sehr wie von Katastrophen bedrohte Zukunft, denn sie erweckt Sorge, Furcht und Angst (präventive Spannung). Dabei ist die Zukunft immer vom Zu-Spät verstreichender Zeit bedroht, weswegen die jeweiligen Strategien zu ihrer Verhinderung vorrangig und beschleunigt umzusetzen sind. An der Sorge über potenziell kommende Zeit, aus der sich Handlungsdruck zur Gestaltung realer Gegenwart speist, scheint das gouvernementale Potenzial von Zukunftsszenarien auf: nämlich die Fähigkeit der Erzeugung individueller und (wenn massenhaft verbreitet) generalisierter Bereitschaft, einer in Aussicht gestellten Zukunft (und ggf. einer parallel unterbreiteten Direktive) gemäß – jedenfalls jetzt sofort – handeln zu müssen. Potenzielle Zukunft bringt materielle Gegenwart hervor, indem von präventiver Spannung genährte politische und ökonomische Systeme, ja ganze Märkte entstehen (Affektregime). Vorgänge politisch-ökonomischer Verdinglichung von Affekt lassen sich dabei theoretisch solange aufrechterhalten, wie das Ereignis, dem die Prävention gilt, sich nicht realisiert (oder das Szenario sich nicht abgenutzt hat. In Franz Kafkas „der Bau“ führt eine unentwegte Bewegung und Aufrechterhaltung von Prävention schließlich zum Exzess des vollständigen Verbrauchs von Leben zum Zweck seiner Sicherung.
Das Seminar wendet sich jener Spannung zu, die negative Zukunft im Gegenwärtigen entfaltet. Beginnend bei historischen und aktuellen Untergangsszenarien über Zukunftskonzeptionen im Spektrum zwischen techno-solutionistischer Prädiktion und relationaler Spekulation sowie mittels Theorien von Gefahr, Risiko und Sicherheit werden Konzepte und Denklogiken des Zukünftigen (präfigurierend vs. sympoietisch) analysiert. In einem zweiten Schritt soll die gemeinsame kritische Analyse im Seminar zum einen fruchtbar gemacht werden für erste Schritte in Richtung einer eigenen Theoriebildung. Zum anderen soll sie Ausgangspunkt sein für eine ästhetisch-experimentelle Arbeit an Materialien, Aggregatzuständen, Formaten, materiellen Skripten, Gegenständen und Produkten.

EN The future as a realm for renewal, progress, change and transformation represents one of the most powerful ideologemes of contemporary culture. Nothing unleashes political and economic dynamics as much as a future threatened by disasters, because it evokes concern, fear, and anxiety (preventive tension). At the same time, The Future is always threatened by running out of present time to save it, which is why strategies to prevent scenarios must be implemented urgently and accelerated. The concern about a potentially coming future generates urgency, pressure and willingness to act and in turn reveals the governmental potential of future scenarios: namely, the capacity to generate individual (and if widely disseminated, generalized) readiness to act according to a promised future (and possibly a concurrently presented directive). Potential future produces material present by nurturing political and economic systems fed by preventive tension, giving rise to entire markets (affect regimes). Processes of politico-economic reification of affect can be theoretically sustained as long as the event to which prevention pertains does not materialize (or as long as the scenario has not become worn out). In Franz Kafka's ''The Burrow,'' constant movement and maintenance of prevention ultimately leads to the excess of complete consumption of life for the purpose of its security.
The seminar addresses the tension that the negative future unfolds in the present. Beginning with historical and contemporary demise scenarios, through conceptions of the future in the spectrum between techno-solutionist prediction and relational speculation, as well as theories of danger, risk, and security, concepts and modes of thinking about the future (prefigurative vs. sympoietic) will be analyzed.
Der Supermarkt ist Teil des modernen und urbanen Lebens mit all seinen Vor- und Nachteilen. Er ist Metapher für Komfort und Überfluss, aber auch für Vergeudung und Preiskriege. Die unterschiedlichen Markt- und Marketingtypen zeigen, dass er ein Mikrokosmos des Gesellschaftlichen ist und manchmal auch dessen Makrokosmos, in jedem Fall aber ein Ort, der eine eigene visuelle Kommunikation und materielle Kultur mit sich gebracht hat. Das Seminar soll die gegenwärtige Situation zum Ausgangspunkt für historische Recherchen nehmen und von hier aus auch traditionelle Themen und Motive der Kunstgeschichte neu beleuchten. Es ist konzipiert als Veranstaltung im Bereich Kunstwissenschaft & Medienphilosophie und kann ggf. zum Programm der neuen „Circular School“ beitragen.

Course will be offered in German. Bi-lingual or English depending on the composition of the group.
Die meisten Epochenbegriffe sind überholt, es sind eigentlich nur Stichworte und Metaphern, um ein ganzes Jahrhundert oder größere Zeiträume zu charakterisieren. „Barock“ ist einer davon. Er steht für wissenschaftliche Revolutionen und religiöse Konflikte, den Absolutismus und die Anfänge der Weltpolitik, große Architekturen und kleine Eiszeiten. Das Seminar soll von solchen Assoziationen ausgehend zentrale Motive der Kunst- und Bildgeschichte in den Blick nehmen und an Fallbeispielen prüfen, was von dieser Zeit geblieben ist. Damit kann es auch als Überblicks- und Einführungsveranstaltung dienen.

Course will be offered in German. Bi-lingual or English depending on the composition of the group.
Employing the method of comparative analysis between poststructuralist critical theory and the aesthetic production of postpunk (in design, film and music), this seminar follows Simon Reynold’s seminal account of “Postpunk 1978-1984” (2005), contextualizing it as (sub)culture, movement and reaction to societal crisis at the dawn of postmodernity and neoliberal politics.
Theodor W. Adorno prägte den Satz, „es gibt kein richtiges Leben im falschen“ (1944/47). Mit der Verschärfung der globalen Falschheit im Ganzen erblüht aber auch die Idee eines moralischen Lebens im Individuellen. Dieses Seminar nimmt aktuelle Phänomene von Moralismus, moralischer Panik, und „virtue signaling“ in Politik, Kunst und Kultur zum Anlass, nach den genalogischen Bezügen von (protestantischer) Moral und (politischer) Ökonomie zu fragen. Ausgehend von Friedrich Nietzsches Beobachtungen zur Bedeutung von „asketischen Idealen“ (1887) und Max Webers Studien zum Zusammenhang von „Askese und kapitalistischem Geist“ (1904-06) diskutieren wir psychoanalytische, kulturtheoretische und feministische Ansätze, die die Konstitution des modernen westlichen Subjekts zwischen Lust und Entsagung, Konsum und Frugalität, Belohnung und Bestrafung, Sentiment und Ressentiment, Gefühl und Gefühllosigkeit untersuchen.

Theodor W. Adorno coined the phrase, ‘There is no right life in the wrong one’ (1944/47). However, as global falseness intensifies as a whole, the idea of a moral life at the individual level is also flourishing. This seminar takes current phenomena of moralism, moral panic and ‘virtue signaling’ in politics, art and culture as a starting point to explore the genealogical links between (Protestant) morality and (political) economy. Building on Friedrich Nietzsche’s observations on the significance of ‘ascetic ideals’ (1887) and Max Weber’s studies on the connection between ‘asceticism and the capitalist spirit’ (1904–06), we will discuss psychoanalytic, cultural-theoretical and feminist approaches that examine the constitution of the modern Western subject, situated between pleasure and renunciation, consumption and frugality, reward and punishment, sentiment and ressentiment, emotion and emotional detachment.
Der Kurs bietet die spezialisierte Einführung in die Bedienung der Digitalen Filmkamera Arri Alexa inklusive erweitertem Zubehör (Dolly Grip, Licht) und ist Bedingung für die Ausleihe der jeweiligen Geräte.

(Begrenzte Anzahl von Teilnehmer*innen, Voraussetzung Teilnahme: Grundlagennachweis „Digitale Videokamera“ notwendig, Anmeldung nur per Anmeldeformular Medienkunst, regelmäßig jedes zweite Semester)

Sprachen: Deutsch und / oder Englisch
Wir bieten euch eine wöchentliche Sprechstunde für die Planung und Umsetzung eures CNC-Fräsprojekts an. Gegenstand des Termins sind die Vermittlung der Vorgaben für ein fräsbares Objekt und die dafür notwendigen Arbeitsschritte.
Wir geben Anmerkungen zum individuellen Projekt, Änderungsvorschläge für eine erfolgreiche Durchführung und gehen den Zeitplan durch.
Zudem nehmen wir in dieser Zeit Datensätze für eine Kontrolle und Terminierung des Frästermins an.

Die Anmeldung für einen Sprechstundentermin erfolgt über einen QR-Code am schwarzen Brett der Werkstatt. Hierfür verwenden wir den Cloud-Dienst der HfG Karlsruhe.
Einzelsprechstunde zur Betreuung von freien Projekten, Vordiplomen oder begleitend zu Seminaren. Auch längere Sitzungen zur Vertiefung von CAD Kenntnissen möglich.
Individual consultation hours for supervision of independent projects, prediplomas or accompanying seminars. Longer sessions to deepen CAD knowledge are also possible.
Die Vor-/Diplom-Sprechstunde bietet eine dezidierte Plattform für alle Studierende, die an ihrem Diplom- oder Vordiplom-Projekt arbeiten und dabei die Fotografie als Medium einsetzen möchten. Diese Sprechstunde richtet sich speziell an Studierende, die ihre Projekte in der Fotowerkstatt, dem Fotolabor oder dem Fotostudio realisieren möchten. Das Hauptziel dieser Sprechstunde ist es, den Studierenden eine individuelle Betreuung und Beratung und einen gegenseitigen Austausch anzubieten, um sie in ihrem kreativen Prozess zu unterstützen. Die Fotowerkstatt möchten den Studierenden dadurch helfen, ihre künstlerischen Ideen zu konkretisieren, technische Fragen zu klären und Wege zu finden, um ihre Projekte umzusetzen.
Anmeldung & Besprechung: Eisenhart Keimeyer fotolab(at)hfg-karlsruhe.de (Telefonummer mit angeben)

Diplom und Vordiplom sollen ein Semester im Voraus bei der Werkstatt angemeldet werden, da die RA-4 Farbmaschine nicht immer hochgefahren wird.
Im Juli, August, September bleibt das Fotolabor geschlossen.