Dieser Workshop untersucht Projection Mapping als künstlerische Praxis zwischen Raum, Körper und digitaler Oberfläche. Mit Hilfe von Projektionen werden Architektur, Objekte und Körper zu dynamischen Bildträgern transformiert.
Ausgehend von der Ästhetik des Glitches – dem Fehler im digitalen System – erforschen wir Strategien der Fragmentierung, Störung und Umcodierung visueller Oberflächen. Inspiriert von Konzepten des Glitch Feminism werden dominante Bildordnungen aufgebrochen und alternative Perspektiven auf Raum und Körper entwickelt.
Technisch arbeiten die Teilnehmer*innen mit MadMapper und experimentieren mit verschiedenen Inputs: Video, Live-Kamera, 3D-Scans, Sensoren und Echtzeitvisuals.
Neben technischen Grundlagen des Video Mappings werden auch Fragen von Materialität, Oberfläche und Zeitlichkeit behandelt: Projektionen erscheinen, verschwinden, verzerren sich oder geraten aus dem Takt. Vorproduzierte Bilder vermischen sich mit Live-Performance. Softe und bewegliche Oberflächen spielen mit den Grenzen des Frames. Der Glitch wird als ästhetischer Moment verstanden, in dem die Funktionsweise digitaler Systeme sichtbar und verhandelbar werden.
Am Ende des Workshops entstehen installative und/oder performative Video-Mapping-Arbeiten im Raum.