Smartphones, Tablets und Desktop-Computer sind zentrale Orte unseres Alltags: Kommunikation, Arbeit, Intimität und Unterhaltung finden auf Bildschirmen statt. Doch obwohl wir täglich durch Interfaces navigieren, bleiben ihre ästhetischen und politischen Strukturen oft unsichtbar.
Das Seminar „Troubling the Screen“ untersucht den Bildschirm als künstlerisches Medium und narrative Oberfläche. Ausgangspunkt sind künstlerische Praktiken des Screen Recordings und des sogenannten Screenlife-Films, bei denen der Screen selbst zum Schauplatz einer Geschichte wird.
Anhand von Beispielen aus Film, Netzkunst und Medienkunst analysieren wir unterschiedliche Formen von Screenstories und experimentieren mit eigenen Formaten. Dabei arbeiten wir mit verschiedenen Geräten – Desktop, Smartphone und Tablet – und untersuchen, wie ihre Interfaces, Gesten und Plattformlogiken narrative Formen prägen.
Im praktischen Teil entwickeln die Teilnehmer*innen eigene Screenarbeiten. Ziel ist es, gängige Bildschirmnarrative zu hinterfragen, Interfaces zu „stören“ und neue ästhetische Strategien für das Erzählen auf und mit Screens zu erproben.