Kursliste

Im Kursangebot "Movement Research" werden wir uns unter Anleitung der Choreografin und Tanzvermittlerin Lina Höhne mit Grundprinzipien der menschlichen Bewegung auseinandersetzen, um die Individualität und die Universalität von Bewegungsmustern zu erforschen. Dafür soll in jeder Einheit ein anderes Bewegungsprinzip des Körpers betrachtet werden. Insbesondere das eigene Gewicht und die Arbeit mit Passivität nutzen wir als Hilfsmittel, den eigenen Körper und seine Mechanismen kennen zu lernen. Gefundene Bewegungsqualitäten werden im Weiteren über die Entwicklung von Scores in ihrem performativen Potential befragt und können somit als Ausgangspunkt künstlerischer Prozesse genutzt werden. Die kollektive Recherche wird im Sinne der Corona-Schutzmaßnahmen individuell und auf Abstand stattfinden.
Die Teilnehmenden lernen die Schaltzeichen und Stromlaufpläne kennen und sollen nach dem Seminar in der Lage sein, Schaltpläne zu lesen und diese mit einem elektrischen Betriebsmittel (Platine) zu vergleichen.
In diesem Werkstattkurs werden folgende Tätigkeiten vorgestellt und geübt: Zurichten von elektronischen Bauteilen, Einlöten von elektronischen Bauteilen auf Leiterplatten, Entflechten von Leiterplatten.

Jeder Block (Mi-Fr) ist auf drei Teilnehmende beschränkt. Daher wird der Kurs alle zwei Wochen angeboten. Die Teilnahme an einem Block (Mi-Fr) ermöglicht den Erwerb eines Grundlagenscheins.
In den letzten Jahren hat der Einsatz des Weichlotes immer mehr an Bedeutung gewonnen, keine Verbindungstechnik ist hinsichtlich mechanischer Festigkeit und dauerhafter Leitfähigkeit geeigneter. Erklärt werden Lötgeräte, Flussmittel und Lot. Mit praktischer Übung.

Jeder Termin ist auf drei Teilnehmende beschränkt. Daher wird der Kurs alle zwei Wochen angeboten.
The workshop consists of underpinning and tapping into the geological layers of our time in combination with deep time. Through a series of physical exercises and by building devices (receivers) the world of electrical information is uncovered. Through accessing this sphere of data, insights into the security of economic trade, the drifting boundaries of emissions and the geo-materiality of information is brought to light. The ‘design objects’ become receivers/harvesters of contemporary space while also being vessels of material transmission. This active raw material becomes a daily tool for designing from. The encouragement of the workshop is on tool building and accessing different ‘modes’ of geo-spatial conditions. The workshop is directed in a hands-on approach consisting of building with metals (in the workshop at HfG), large scale constructions and geographic navigation (sound walking and listening to space exercises). The students will be given three brief input talks on the notion of radio geographies. And will have one joint excursion with the seminar members. The workshop is part of the seminar 'Trilogy Forest, Volcano/Clouds, Cryosphere'. We encourage the students to work in groups of two. Please do not apply if you are not available all four days.
Lecture on the theory behind mechanical properties. What do the numbers mean? How can they be used? How are they measured?
Practical work: Groups of three to four persons will design and build a simple tensile test machine. The machine can be built in all kinds of materials and eventually laser cut. The mechanical properties of different materials will be tested and measured – plastic, aluminum or steel. But the students are especially invited to test material innovations of their own. The properties are compared to other “professional” measured data.
During the class participants will be provided basic theory and hands-on experience using soft physical computing materials and coding with Arduino software. Students will learn to work in groups and create their own textile sensors using the HfG loom. They will connect these textile sensors with a microcontroller in order to explore its behaviour for a final project.
Gary Hill (b. 1951, Santa Monica, CA) has worked with a broad range of media – including sculpture, sound, video, installation and performance – since the early 1970s, producing a large body of single-channel videos, mixed-media installations, and performance work. His longtime work with intermedia continues to explore an array of issues ranging from the physicality of language, synesthesia and perceptual conundrums to ontological space and viewer interactivity.
The students will be invited to develop a project to present further on. These projects will then be debated with all participants, with feedback from Gary Hill and Professor João Tabarra.
Ziel des Kurses ist, den Studierenden eine frische Perspektive auf das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und Kunst zu geben, dieses aktiv zu erleben und zu gestalten und so die Sinne für das Neue zu schärfen.
Einführung und weiterführende Einführung zur Arbeit mit der Farbmaschine.
Im Wintersemester wollen wir uns gemeinsam die Grundlagen des Mediums Fotografie als technische und gestalterische Praxis erarbeiten. Anhand einer Kombination aus praktischer Einführung (Dunkelkammer, Kamera- und Softwareeinführung) und dem Erwerb gestalterischer Grundlagen (fotografische Übungen zu Bildgestaltung) soll ein erstes Verständnis für Fotografie als Medium im Wandel der Zeit, von der Lichtspur bis zum Pixel, geschaffen werden. Vorgestellt werden die in der Fachgruppe verfügbaren Kamerasysteme von Kleinbild über Mittelformat bis Großformat, analog und digital. Die Einführung ermöglicht ein selbstständiges Arbeiten und ist Voraussetzung für das Ausleihen des Equipments.
Die AG soll die Ergebnisse des gleichnamigen Seminars vom Sommersemester zusammentragen und Ideen für eine Ausstellung und/oder Publikation sammeln. Im Gespräch sind auch Kooperationen mit einem naturwissenschaftlichen Forschungsinstitut und einer kulturwissenschaftlichen Zeitschrift.

Das Thema:

Auf den baden-württembergischen Arzt Franz Anton Mesmer (1734-1815) geht die Bezeichnung "Tierischer Magnetismus" zurück. Mesmer ging von Energieströmen im menschlichen oder tierischen Körper aus, die durch Massagen und andere Kuren neu ausgerichtet und mit den kosmischen Kräften in Einklang gebracht werden können. Im Englischen ist "animal magnetism" bis heute ebenso geläufig wie "to mesmerize" (bannen, verzaubern), was sich aus dem Erfolg des Mesmerismus unter Verfechtern der Hypnose erklärt.

Davon ausgehend, hat das Seminar Phänomene der kollektiven Ausrichtung, Orientierung, Synchronisierung oder Uniformierung behandelt, die wie von unsichtbarer Hand gesteuert scheinen und auf verborgene „Richtkräfte der Gesellschaft“ (Joseph Beuys) hindeuten.

Zwei leitende Fragen waren: Wie oder in welcher Form treten diese gesellschaftlichen Kraftfelder zutage? Und gibt es, weiterhin bildhaft gesprochen, auch Möglichkeiten einer "Entmagnetisierung" von Gesellschaft?
Im Jahr 2002 fand im ZKM Karlsruhe die Ausstellung „Iconoclash“ statt, auf dem Höhepunkt der Diskussion um eine transdisziplinäre Bildwissenschaft. Derzeit laufen in der Nachbarinstitution Vorbereitungen zur Rekonstruktion und Revision der Schau, die 2022 in eine Ausstellung münden soll.

Wir setzen hier die Veranstaltung des Sommersemesters mit Lívia Nolasco-Rószás und Felix Koberstein (ZKM) fort, sie steht allen offen, Neuzugänge sind willkommen!

Interessierte können sich auf unterschiedliche Weise einbringen, die Arbeitsgruppe dient der Sondierung, Ideenfindung und Diskussion.
Der Kurs vermittelt die Grundlagen und Grundfertigkeiten des Siebdruckens und ist für Studierende aller Fachgruppen geeignet. Hand- und Maschinensiebdruck werden geübt.
Jede*r Teilnehmende erhält den Werkstattschein, der zur Benutzung der Siebdruckwerkstatt berechtigt.
Der Kurs findet in der vorlesungsfreien Zeit statt. Die Termine werden zum Ende der Vorlesungszeit per E-Mail bekannt gegeben.
Die Teilnehmerzahl ist auf 6 Studierende beschränkt. Nach Bekanntgabe der Termine bitte Anmeldung unter: usanwald@hfg-karlsruhe.de
Das konzeptionelle Arbeiten mit Modellen ist ein wichtiger Teil des Entwurfsprozesses. Anhand der Frage „Was stelle ich wie im Modell dar?“ lassen sich funktionale, ästhetische und gestalterische Entscheidungen präzisieren und darstellen. Dabei geht es nicht um Präsentationsmodelle, sondern um Arbeitsmodelle und deren eigene Logik von Zeigen, Sichtbarmachen und Unterschlagen. Der Modellbauworkshop ist Teil des Grundlagenprojekts und offen für alle Studierenden.

Krisenzeiten werden zumeist als Zeiten des Kontrollverlusts, der Ohnmacht und des stagnierenden Denkens erlebt. Doch jede Krise folgt zugleich einem gewissen Muster oder Design. Dieses Seminar versteht sich als interdisziplinäre Anstrengung, unsere Krisenzeit zu verstehen. Ein Fokus wird dabei auf der Analyse der Weltwirtschaftskrise und damit verbundener ökonomischer Themen liegen (Schaffung von Werten versus Extraktion von Werten; produktive Arbeit versus unproduktive Arbeit; Finanzialisierung, Automatisierung, digitale Dividende); ein weiterer auf der Analyse der Weltregierungskrise und damit verbundener biopolitischer Themen (szenariengestütztes Regieren, Bündelung von Interessen in den Händen der Exekutive, Oligarchisierung, Bevölkerungskontrolle). Darüber hinaus werden die anthropologischen, individualpsychischen und soziopsychischen Strukturen und Dynamiken untersucht, welche die Krise „füttern“: Hyperindividualismus, Narzissmus, Mystizismus, Objektfetischismus, Transhumanismus, Neomaterialismus, Neopuritanismus, Neofeudalismus, Ideologien der Ungleichheit. Als Kontrast zum dystopischen Krisendesign sollen schließlich biopolitische Utopien des 20. Jahrhunderts betrachtet sowie solche des 21. Jahrhunderts gemeinsam erträumt werden.

Gelesen werden u.a. folgende Texte:

  • Mariana Mazzucato: “The Value of Everything”
  • Shoshana Zuboff: “The Age of Surveillance Capitalism”
  • Hannah Arendt: „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“
  • Michel Foucault: “Naissance de la Biopolitique”
  • Emmanuel Todd: “L’illusion économique”
  • Thomas Piketty: “Capital et idéologie”


Times of crisis are usually experienced as times of loss of control, powerlessness and stagnant thinking. But every crisis follows a certain pattern or design. This seminar is an interdisciplinary effort to understand our time of crisis. One focus will be on the analysis of the global economic crisis and related economic issues (creation of values versus extraction of values; productive work versus unproductive work; financialisation, automation, digital dividend); another on the analysis of the global governance crisis and related biopolitical issues (scenario-based governance, bundling of interests in the hands of the executive, oligarchisation, population control). In addition, the anthropological, individual psychic and socio-psychic structures and dynamics that "feed" the crisis will be examined: hyper-individualism, narcissism, mysticism, object fetishism, transhumanism, neo-materialism, neo-puritanism, neo-feudalism, ideologies of inequality. Finally, as a contrast to the dystopian crisis design, we will consider biopolitical utopias of the 20th century as well as dream together of those of the 21st century.

The following texts are read among others:

  • Mariana Mazzucato: “The Value of Everything”
  • Shoshana Zuboff: “The Age of Surveillance Capitalism”
  • Hannah Arendt: „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“
  • Michel Foucault: “Naissance de la Biopolitique”
  • Emmanuel Todd: “L’illusion économique”
  • Thomas Piketty: “Capital et idéologie” 


Das Seminar vermittelt den StudienanfängerInnen und vor allem ausländischen Studierenden wichtige Informationen und praktische Hinweise zur Organisation ihres Studiums an der HfG und ihres Lebens in Karlsruhe. Im Workshop werden unter anderem folgende Themen behandelt: gesetzliche Bestimmungen zum Erhalt eines Visums für Studierende aus nicht EU-Ländern; Informationen über die Tätigkeit als studentische Hilfskraft (HiWi-Verträge), Mini-Jobs und selbständige Arbeit während des Studiums; Stipendienmöglichkeiten für ausländische Studierende; Besonderheiten eines Diplom-Studiums im Unterschied zum Master/Bachelor-System und Tipps zum Zeitmanagement während des Studiums an der HfG; Funktionen und Möglichkeiten der studentischen Selbstverwaltung (AStA u.a.), studentische Organisationen und Hilfswerke außerhalb der HfG sowie einige andere Fragen.
Das Seminar ist Bestandteil des Beratungs- und Mentoringprogramms der HfG für StudienanfängerInnen im Rahmen der MWFK-Förderung „Studienstart an den Kunsthochschulen“.

The seminar provides first-year students and especially foreign students with important information and practical advice on how to organize their studies at the HfG and their life in Karlsruhe. Among other things, the workshop will cover the following topics: legal requirements for obtaining a visa for students from non-EU countries; information about working as a student assistant (HiWi contracts), mini-jobs and self-employment during your studies; scholarship opportunities for foreign students; special features of a diploma degree program as opposed to the Master/Bachelor system and tips on time management during your studies at the HfG; functions and opportunities for student self-administration (AStA, etc.), student organizations and aid agencies outside of the HfG, and some other questions.
The seminar is a component of the HfG's counselling and mentoring program for first-year students within the framework of the MWFK's "Start of Studies at the Universities of the Arts" program.
Im Juli 2021 zeigt das Künstlerhaus Karlsruhe mit „Drais & Kunst“ eine Ausstellung aus und auf Rädern. Das Zweirad ist eine der nachhaltigsten Erfindungen und erfreut sich aktuell ungeahnter Beliebtheit. Gleichzeitig wird sichtbar, wie dringend ein klimafreundliche Verkehrswende nötig ist. In der Kunst spielt das Fahrrad nicht erst seit Duchamp oder Jean Tinguely eine wichtige Rolle.
Ziel des Seminars ist es, Arbeiten für die Ausstellung zu entwickeln. Alle künstlerischen Techniken werden berücksichtigt, Performances und Aktionen im öffentlichen Raum ebenso wie Arbeiten aus den Bereichen PD, KD oder Theorie. Die Präsentation wird im Seminar praktisch erarbeitet. Kenntnisse in Konzeptentwicklung, Wettbewerbsteilnahme und Ausstellungsbeteiligung werden vermittelt.
Es besteht die Möglichkeit, Arbeiten mit den Kooperationspartner*innen aus Forschung und Kultur zu entwickeln: #FridaysforFuture; #scientistsforfuture; Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft, Fachbereich Verkehrsökologie; Lastenkarle e.V.; AK Fahrrad Campus des KIT; Staatliche Akademie der Bildenden Künste; Critical Mass; ADFC Karlsruhe; Verkehrsmuseum Karlsruhe und das Stadtmuseum Karlsruhe sind beteiligt.
Die Seminarergebnisse werden Teil der Ausstellung „Drais & Kunst“ im Künstlerhaus Karlsruhe, welche im Juli 2021 stattfindet.
Das Angebot findet statt im Rahmen von „Artrepreneurs / Gründungskultur“ und wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
Ausgehend von Nebenprodukten der regionalen Lebensmittelproduktion (z.B. Treber vom Braumalz, Trester vom Saft- oder Weinkeltern) werden wir diese für Anwendungen und Produkte nahe dem Hauptprodukt erforschen und weiterentwickeln. Als Leitfaden nutzen wir hierzu die Methoden des Academic Seed Accelerator Programs von Start-UP BW, welche die Entwicklung mit dem Ziel der Entwicklung eines tragenden Geschäftsmodells begleiten.
Das Seminar versteht sich als Versuch, eine für GestalterInnen und KünstlerInnen oft fremde ökonomische Perspektive einzunehmen, deren Sprache und Zusammenhänge zu verstehen, sie sinnvoll anzuwenden, sie auch kritisch zu betrachten und zu hinterfragen. Dabei bringen wir unsere eigenen qualitativen Ansprüche in den Gesamtprozess ein, in Wechselwirkung von Produkt, Gestaltung und umgebendem Modell.
Die Teilnahme am ASAP Wettbewerb sowie ein Pitch zum Demo Day im Februar 2021 sind Teil des Angebots.

Das Seminar findet statt im Rahmen von „Artrepreneurs / Gründungskultur“ und wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
Auch wenn der Begriff sperrig ist, wir gehören dazu: Kunst, Design, Darstellendes, Film, Musik, Games und Weitere bilden die Grundlage der Kultur- und Kreativwirtschaft, die seit ihrer Schöpfung als eigener Wirtschaftssektor 2009 rund 3% zur Gesamtwirtschaft beiträgt, Tendenz steigend.

Wir werden gemeinsam einen groben Fahrplan für die Zeit nach dem Studium entwickeln und orientieren uns dabei an folgenden Themenblöcken:
- Individuelle Standortbestimmung – Woher, wohin?
- Business Modelling in Kunst und Design – Was wofür?
- Bürokratie – Wie weiter? Versicherungen, KSK, Finanzamt und entsprechende Prozesse

Das Seminar findet statt im Rahmen von „Artrepreneurs / Gründungskultur“ und wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
Von der Einführung in das Urheberrecht über grundlegende Kenntnisse zu typischen Vertragsinhalten, die Frage nach dem Schutz von Geschäftsideen bis hin zur Wahl der passenden Gesellschaftsform für die Selbständigkeit gibt das Seminar Einblicke in die rechtlichen Rahmenbedingungen für Kreativschaffende.
Ergänzt wird das Angebot durch individuelle Themensprechstunden im 14-täglichen Wechsel.

Das Seminar findet statt im Rahmen von „Artrepreneurs / Gründungskultur“ und wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
Wie schon in früheren Semestern lesen und besprechen wir Lyrik und kurze Prosatexte. Einen Schwerpunkt wollen wir in diesem Semester auf politische Lyrik legen. Die Studierenden sind eingeladen, Texte von Schriftstellerinnen oder Schriftstellern, die ihnen wichtig oder fragwürdig erscheinen, im Seminar zur Diskussion zu stellen.
KLAK ist der Name des Bücherautomaten im ZKM, den wir an der HfG entwickelt haben. Bestückt ist der Automat mit Leseheften, die im Schreiblabor des Literaturseminars entstanden sind. Fünfzehn Hefte mit Kurzprosa, Gedichten und visueller Poesie sind bereits erschienen. Ein neues ist in Arbeit. Auch im Wintersemester werden wir Aufgaben für literarische Sujets und poetische Texte formulieren und die Ausarbeitung im Seminar begleiten. KLAK ist das Karlsruher-Literatur-Automaten-Kollektiv. Daneben wollen wir die Recherche des Sommersemesters fortsetzen, bei der die Vergangenheit des Gebäudetraktes, in dem unsere Hochschule und das ZKM untergebracht sind, im Fokus stand. In dem denkmalgeschützten Hallenbau, der heute für die Verbindung von Kunst, Medien und innovative Lehre steht, wurden im letzten Jahrhundert Rüstungsgüter für zwei Weltkriege produziert. Ab 1941 wurden hier zudem Tausende von Zwangsarbeitern eingesetzt, unter denen es auch Todesopfer gab. Im Seminar wollen wir ein Konzept entwickeln, wie wir die Ergebnisse unserer Recherchen öffentlich machen können. Zur Debatte stehen ein Symposion und eine Publikation.
Literatur ist ein Spiel mit Regeln, die sich in literarischen Verfahren wie der Montage, dem Arrangement, dem Cut-up oder der Collage manifestieren. Nicht nur Geheimdienste, auch die Poesie arbeitet mit Codierungen, Textverschlüsselungen und Chiffren. Literarische Techniken wie das Anagramm, alphanumerische Textoperationen oder das Repertoire der poetischen Kombinatorik eröffnen ein breites Spielfeld. In einer literarischen Spurensuche wollen wir uns dieses Themenfeld theoretisch und historisch erschließen, bevor wir Strategien entwickeln, um literarische Texte in andere Medien zu übertragen. Dazu bietet sich der szenisch-performative Bereich mit Theater, Bühne und Film an, dazu gehören akustische Konversions-Techniken wie Vertonungen, Sound-Collagen oder Radio-Art, zudem Visualisierungen wie sie in der Graphik, der Illustration oder der visuellen Poesie geleistet werden. Textinstallationen und Textgeneratoren machen ein weiteres Experimentierfeld auf. Auch die Projekte im Rahmen des Poetry-Films, die im letzten Semester begonnen wurden, können hier fortgesetzt werden.
Wir diskutieren Design und dessen Konsequenzen.
Wir benutzen unterschiedliche Methoden, z.B. systemisches Denken.
Wir suchen sinnvolle konkrete Anwendungsfälle.
Wir entwickeln sinnvolle Ansätze für diese konkreten Anwendungsfälle und lehnen uns an bestehende Methoden an wie z.B. Permakultur oder Partizipation.
Wir arbeiten über Mappings, Szenarios, Modelle, Prototypen, Testaufbauten, Installationen und Interventionen, intern wie extern, auf konkrete Resultate hin.
Frei nach Prinzipien der Permakultur bauen wir Nutzpflanzen in der HfG an und verwerten diese. Dazu möchten wir bestehende Ressourcen erschließen und nutzen. Wir versuchen, mit möglichst wenig auszukommen und alles Nötige selbst zu entwickeln. Um dies zu ermöglichen, wird der freie Austausch von Wissen unterstützt und Raum für spontane Kollaborationen geschaffen. Mögliche Resultate sind Beiträge zum Biodesignlab oder der Cafeteria, aber auch allgemein zum Leben und der Arbeit an der Hochschule. Projekte aus den vorausgegangenen "Greenhouse"-Seminaren werden weitergeführt, im sich verändernden Habitat neue begonnen.
Interessierten Studierenden aus dem Orientierungsjahr wird empfohlen, bei bestehenden Projekten zunächst zu assistieren, sich einzubringen und im Verlauf Impulse zu neuen Projekten zu geben.
Development and realisation of the selected projects for the Karlsruhe Libraries.
In 2013 the Victoria and Albert Museum in London initiated a new view on collecting design. For its aptly named Rapid Response Collection curator Corinna Gardner was appointed to closely follow news developments from around the world to acquire objects that play a key role in major moments in our recent history. A knitted hat from the Russian girl band Pussy Riot, an improvised gas mask made from a 5L water bottle that was used by protesters in Istanbul and the Liberator, the worlds first working 3D printed handgun, are but a few of the items she added to the collection. According to the V&A museum “each new acquisition raises a different question about economic, political and social change, globalisation, technology and the law.”

However, most of the objects in the Rapid Response Collection are not especially designed by product designers but emerged as immediate reactions to developments in society.

This seminar will look at how product designers can become careful observers and respond more immediately to ongoing global or local developments with answers to emerging and concrete issues. Real or fake, global and local news events are starting points for relevant and personal design solutions, be it conrete or speculative. For those interested, digital manufacturing could play a big role as a tool to respond with object based solutions to these events directly.
Obligatory first year PD seminar on suggestive and personal materialization and reproduction skills.
The atmosphere that envelopes our earth, formed by gases and held by the force of gravity, is a space impalpable for humankind. Clouds are fleeting entities, clouds do not obey to borders of nation states. In fact, clouds redraw maps and create a cartography of their own. Our climate and clouds are affected by human-made pollution. Clouds can be partly simulated in laboratories, their study is complex, they can be engineered and deployed both in civil and war times.
1. Focus on one aspect related to clouds (scientific, anthropological, social, artistic, ecological).
2. Explore this aspect through the creation of a digital and a physical artefact that represents the concepts discovered and studied.
3. Create a form of exhibition in order to present the topic and the concept.
This seminar is based on the research by Füsun Türetken titled ‘On the Most Powerful Catalyst On The Planet’ and its chapter 'Weaponised Clouds'. We will visit two exhibitions, the work by Forensic Architecture titled 'Cloud Studies' at ZKM Karlsruhe and 'The Clouds and the Cloud' at MGK Siegen. We will all assist you with the studies and creation of clouds. Alessandro will join us for a week of digital supervision while Louis will support and document, film and guide the students with the creation of clouds in and outside of the HfG.

Guest Critique: Alessandro Squatrito; Workshop Assistance: Louis Braddock Clarke
The narratives and cultural heritage of nation states are entangled with the notion of belonging but also the contested right to own territories and objects. Museums hold (colonial) artefacts in forced exile, far away from their places of origin. We will start with revisiting design and art projects, e.g. the open source NefertitiBot amongst others, and consider how we can intelligibly talk and think of stateless objects, decolonizing design and knowledge. Stemming from this research, we ask you to produce a digital artefact (open source files, digital models, virtual domains) that challenge the colonial context. In this methodology the role of the designer blends into the role of the activist by giving voice to a stateless object.

Guest Critiques: Alessandro Squatrito, Tobias Revell, Louis Braddock Clarke and Natalie Kane (V&A Museum, London)
Technisches Zeichnen ist die Voraussetzung, um normgerechte Zeichnungen und Skizzen zu erstellen. Was sich heute weitgehend mit CAD-Programmen zunächst an Computermonitoren abspielt, muss auf dem Papier dennoch gültigen Regeln folgen, um Ideen und Projekte deutlich, übersichtlich und unmissverständlich darzustellen. In Kooperation mit Tibor Weissmahr wird nun abschließend der Weg vom 3D-Modell in Rhino zur bemaßten Technischen Zeichnung in 2D aufgezeigt.
In den letzten Monaten haben unsere Körper die Routinen in vielen Lebensbereichen verändert. Wir kennen nun Lieder zum Händewaschen, haben aber auf dem Weg in die neue Normalität während Lockdown, Social Distancing und Home Office vielleicht auch unkonventionelle Wege der Körperpflege beschritten. Darüber hinaus schlägt sich in bereits etablierten Strömungen wie No Poo und Free Bleeding nicht zuletzt auch eine große Skepsis gegenüber den Angeboten der Industrie und deren Folgen für uns und unseren Lebensraum nieder. Welche Entwicklungen lassen sich fortführen? Wo sind weitere Veränderungen und Alternativen denkbar? Die gemeinsame Bestandsaufnahme bildet den Auftakt: Wie entstehen Normen und Routinen der Körperpflege? Welche Produkte verwenden wir, wie werden sie hergestellt und wo gehen sie hin? Ein wichtiger Aspekt dieses Seminars ist die praktische Arbeit. Es soll hier die Methode eines Subversive Reverse Engineering von Produkten und Prozessen materiell erprobt werden. Till Eulenspiegel – niederdtsch. „Dyl Ulenspegel“, „ulen“ = wischen, „spegel“ = Spiegel (Jägersprache: Gesäss, helles Fell am Hinterteil von Reh und Hirsch) – wird als Schutzpatron über das Seminar wachen. Materielle Entgleisungen und Ungeheuerliches sind herzlich willkommen. Die praktische Arbeit findet u.a. in Verbindung mit Tibor Weissmahrs „Makerspace“ statt.
Das Seminar behandelt die tontechnischen Grundlagen für das Arbeiten mit Klang in den Bereichen Film, Video und Audiokunst. Es werden Aufnahmeverfahren für Sprache, Musik und (Umgebungs-)Geräusche erläutert sowie die Bearbeitung von Audiodateien mit den gängigen Softwaresystemen und Effektgeräten demonstriert. Dabei wird insbesondere der Einsatz von Sound-Effekten, Dialog und Musik in Verbindung mit Bild besprochen. Zudem wird technisches Wissen zu Schallwandlern und Mikrofonsystemen vermittelt und es werden Auswahlkriterien für Mikrofone in Tonproduktionen für Video- und Filmaufnahmen erklärt. Ein Schwerpunkt der praxisorientierten Veranstaltung ist die Vertonung von visuellen Arbeiten, wobei ebenso auf die Umsetzung von reinen Audioarbeiten und experimentellen Klanginstallationen eingegangen wird.

Die Veranstaltung ist in zwei Blöcke gegliedert:
Teil I - Recording:
- Funktionsweise und Verwendung von Mikrofonen und Aufnahmegeräten
- Feld- und Raumaufnahmen, Recording am Set und im Studio
- Foley-Recording
Teil II - Klangbearbeitung und Tonmischung:
- Verwendung von DAWs
- Einsatz von Filtern und Effektgeräten
- Erzeugen von Soundeffekten und stimmungstragenden Klängen
Das Verständnis von Studio- und Tontechnik ist die Hauptvoraussetzung für das Arbeiten in den Tonstudios der HfG und eine wichtige Grundlage für die künstlerische Auseinandersetzung mit Klang. Mit dem Seminar werden die Themen Akustik, Psychoakustik und Studiotechnik fokussiert. Es wird ein Überblick über die Physik des Schalls sowie die Techniken der Schallwandlung und Schallerzeugung geboten. Die theoretische Auseinandersetzung mit analoger und digitaler Signalverarbeitung wird von einer praktischen Erläuterung der Bedienkonzepte von Mischpulten, Sequenzern, Audiointerfaces und Audioverstärkern begleitet. Ebenfalls mit Praxisbezug werden verbindende Themen wie Anschluss- und Übertragungstechniken behandelt.

Im Anschluss an den Kurs muss eine Tonproduktion in den Tonstudios der HfG auf Basis des Gelernten realisiert werden, deren positive Beurteilung das Arbeiten in den Tonstudios der HfG ermöglicht. Dementsprechend wird eine erfolgreiche Teilnahme mit einem Grundlagennachweis quittiert.
The use of digital integrated logic circuits outside of their typical field of application is an effective approach to build customized instruments for artistic sound production and interactive music. It is low-cost and most of its technical operations can easily be understood and relate to basic electronic knowledge.
These circuits can be controlled to create unique sounds and complex temporal music structures, while they produce the richness of analog sound. But they also yield unpredictable behavior, generate rhythmic glitches or digital noise.
This subject is also a matter of various publications, most notably Nicolas Collins' „Handmade Electronic Music. The Art of Hardware Hacking" (2006). It derived from techniques like hardware hacking and circuit bending. American Composer David Tudor (1926-1996) is considered a pioneer of self-made electronic circuits and instruments, which he used for his compositions.
Programmieren und Probieren mit C, Python, Java, SuperCollider, Max/Msp/Jitter.
Aufbauend auf der Vermittlung von Grundlagen der Programmierung werden eigene Projekte entwickelt: Live-Coding, Netzwerk-Konzerte, physikalische und mathematische Grundlagen für Simulation und Analyse in verschiedenen Sprachen.

Digitale und analoge Klangerzeugung, Interaktion, visuelle Analyse und Synthese, generiert und programmiert unter verschiedenen Environments der Medieninformatik. Es werden Objekte und Verfahren in Beispielen besprochen und in Übungen und Projekten klangliche, musikalische und visuelle, szenische Anwendungen zu einem gewählten Semesterthema entwickelt.
Wir greifen das Thema Netzwerkmusik auf und jammen Online. Es werden künstlerische und musikalische Konzepte für ein audiovisuelles Label entwickelt. Schwerpunkte sind performance- und konzertorientierte Events. Jammen – Entwickeln – Performen ... In regelmäßigen Abständen sollen gemeinsam eigene Instrumentarien und Kollaborationskonzepte ausprobiert werden. Zur ersten Session verwenden alle Teilnehmenden einen ausgewählten Algorithmus.
The format of the sessions is geared towards the development and presentation of student work which is primarily sound based, although can include any combination of elements.
The seminar series will focus on issues pertinent to the production of student works – including, technical, aesthetic, historical, critical and so on – and in this sense is largely defined by the needs and interests of those attending.
In common with previous sessions, emphasis is to some extent given to group-based, procedural and systematised actions, durational performance, non linear structures, and public presentation of works. With this in mind efforts will be made to secure partnerships with venues, festivals and galleries around the globe leading to performance and exhibition.
Speichern, collagieren, schweigen, zerstören, rechnen, würfeln, fühlen, denken, glauben, möblieren, wiederholen, spielen: zwölf grundlegende Strategien loten die Interferenzen zwischen Musik, Bildender Kunst, Literatur und dem Alltäglichen aus. Anhand ausgewählter Werke von Satie, Duchamp, Paik, Beuys, Cage, Beckett wird die Frage nach den Grenzen von Kunst und ihren elementaren Wechselwirkungen gestellt. Interdisziplinäre Essays unterstützen die Analyse beispielhafter Werke und beleuchten die Vielfalt paralleler Aktivitäten und Überschneidungen.

Parallel werden die künstlerischen Arbeiten im Seminar vorbereitet und begleitet. Das Seminar vereint Theorie und Praxis. Der Analyse ausgewählter Text- und Hörbeispiele folgt die praktische Umsetzung in Podcast, Hörspiel, Feature, Installation.

Mit Exkursion ins SWR Hörspielstudio Baden-Baden für Wortaufnahmen, Foley und Schnitt.
“My ongoing search, my reason to continue making, has been to find a film within, where every image is as real, and yet as spectral as the wind; utterly present, but mercurial, and immaterial in itself; it can only be seen or felt through its manipulation on others. A film that in its very images and sounds touches upon immanent, unknowable and boundless things, and – hopefully – renders an experiential resonance within the spectator. Through this four-day lecture, I will engage with the students on said topics, sharing my work, process, discussing influences, and my perspective on cinema, images, and phenomenological experience, with a focus on channelling form and creativity, curiosity, openness, and surrender.” – Scott Barley

Scott Barley is a British artist-filmmaker based between Scotland and Wales, UK. His work is primarily concerned with the Anthropocene, nature, darkness, cosmology, phenomenology, and mysticism.
Teaching, writing, curating, proposing, criticising, discussing, reading and thinking, travelling, discovering continuously – “always wandering-wondering on”.
Agnes Kohlmeyer was raised in different places around Germany, studied Art History, Philosophy, German and Slavic studies at the Free University of Berlin, and very soon made the conscious choice to become a professional exhibition curator. Since 1984 she lives in Venice, having kept however a very strong presence in Berlin. Since then she has worked all over the world in and for numerous art exhibitions. Among the most important stages of her career was the collaboration with Pontus Hultén, Artistic Director of Palazzo Grassi in Venice in the mid-‘80s, the direction of CONTEMPORANEA International Art Magazine (based in Venice and New York), and the collaboration with Swiss curator Harald Szeemann during his Artistic Direction at the Venice Biennale in 1999. For three years, she directed the Kunstverein Ludwigsburg and has taught Contemporary Art (in theory and practice) at the Design and Arts faculty (today known as Department of Culture of Project) at the Venetian IUAV University. An ever-growing focus on teaching, together with a broad spectrum of different exhibitions and other artistic projects, art juries, book projects, catalogue texts and year-long collaborations with many artists around the globe, travelling and conferences – always “Wandering and Wondering” – make up a wonderful and rich professional life.
In a time when a pandemic seems to exacerbate people's already endemic isolationism and selfishness, when the ideas of "other", "enemy", "threat", "borders", "safety and control" are occupying every space in our discourses and gestures, when cancel-culture becomes obliteration of conflict in favour of a misrepresented idea of the collective good, when privilege becomes growingly visible and COVID-19 seems to draw its future as a disease of the poor and underprivileged, it is time to rethink every cultural and artistic practice. It is time to ask ourselves what we are doing, why, and for whom. Nevermore than now, cinema work is one existing among a vast net of practices, experiences, and urgencies: it proposes a critical exercise and affirms a plurality of political imaginations that can go beyond our egotistic entrapments. Yes, we have spent too much time already thinking about ourselves and our identities, our images and our histories. It is maybe time to demand from ourselves the effort of thinking cinema from the place of the We.
In the project "Finger exercise" various found footage (film and photography) were found in an old mobile phone. These will be put online to be used by the students in their own way. The objective of the "Finger Exercise" is to use these images, that will be equally available to everyone, and edit a little film (7 to 12 minutes): fiction, documentary, sound or not sound, with a narrator or several voice personages. Presenting the projects till February, you will then receive feedback from Cíntia Gil and João Tabarra, engaging in an exchange of ideas with all participants on the differences and similarities in how you "thought" this images.

Cíntia Gil (b. Portugal, 1979) is currently Festival Director at Sheffield Doc/Fest – one of the biggest film and arts festivals in the UK, specialized in all forms of non-fiction storytelling. Before, she directed and co-directed Doclisboa in Portugal.
Game Culture, Game Design, Game Studies. Das Forum Ludorum ist die Austauschplattform des HfG Gamelab für kulturelle und wissenschaftliche Diskurse sowie gestalterische Aspekte zum interaktiven Medium Computerspiel. Gemeinsam analysieren und diskutieren wir über aktuelle Entwicklungen, Debatten, alte und neue Games. Dabei stellen wir gesellschaftliche, historische, intermediale und popkulturelle Bezüge her. Die Themen des Semesters werden gemeinsam ausgewählt. Eigene Themenvorschläge sind willkommen. Darüber hinaus planen wir im Forum den Global Game Jam 21 im Januar.
Das Forum ist als Kernveranstaltung der Seminare "Postdigital Lab – Game, Public, Immersion" zu verstehen und fungiert ergänzend zu ihnen. Das Forum wird vor allem, aber nicht ausschließlich Erstsemestern und Neuankömmlingen empfohlen. KIT-Studierende können im Rahmen des Seminars einen Theorieschein (6 ECTS) im Ergänzungsfach Medienkunst erwerben. Die Anforderungen für den Erwerb eines Leistungsscheins sind ein Referat und eine wissenschaftliche Ausarbeitung zu einem selbst gewählten Thema aus dem Bereich Games. Das Seminar ist offen für Studierende alle Fachgruppen. Auch Personen ohne Leistungsscheinbedürfnisse sind herzlich eingeladen, mit uns zu diskutieren, ihre Projekte vorzustellen oder Vorträge zu halten.
In diesem medientheoretisch grundlegenden Seminar geht es um die Rückbindung von Medientechnologien an ihre Pionierzeit, als die kreative Nutzung der heute alltäglichen Technologien noch fundamental mit ihrer Entstehungsgeschichte verwurzelt war. Um eine Pionierzeit, in der die breite Öffentlichkeit Avantgardisten wie Jaron Lanier, Warren Robinett, Brenda Laurel, Marvin Minsky oder Timothy Leary belächelt hat. Um Avantgardisten, die in Sonderforschungsbereichen von etablierten Ausstellungsformaten wie der Ars Electronica das finanzielle aber auch heterotropische Potential zur Verfügung gestellt bekamen, Neue Medien zu denken, zu erforschen und zu gestalten.
Die der Kunstwelt von der Industrie zurückgeschenkte Virtual-Reality-Brille, wird mit der Installation einer VR-Abteilung an der HfG Karlsruhe zum Anlass genommen, die an der HfG traditionell betriebene Archäologie des Expanded Cinema mit einer Archäologie der immersiven Environments und der VR unter dem Namen Mixed Reality Narratives zu vereinen. Was bisher in Form der Expanded Cinema eine Archäologie als die Anbindung der tschechischen Meister der materiellen Special-Effects – die Anbindung von Künstlern wie Josef Svoboda, Raduz Cincera oder Jan Svankmajer, Künstlern irgendwo zwischen Magier und Kameramann – an moderne Diskurse der Fotografie und des Films war, wird nun um die amerikanischen Programmierer, Tüftler und Technik-Propheten erweitert.
Die HfG wird die erste Hochschule weltweit sein, die einen eigenen Satelliten ins All schießt: Die Information bewegt sich durch den Raum und die Zeit immer in der gleichen Form. Sie manifestiert sich in einer Spirale. Der genetische Code wird in der Doppel-Helix-Spirale gespeichert, genauso wie die Information in den zwei Rollen der Thora – der heiligen Schrift des Judentums. Wie die Laute der menschlichen Sprache in Form von Wellen (Spiralen), so bewegt sich unser Sonnensystem in gleicher Weise durch den Raum. Computerdisketten und Videobänder, CDs und Festplatten speichern Information spiralförmig. Unser Satellit wird spiralförmig aus der Trägerrakete katapultiert und wird innerhalb von drei Monaten spiralförmig Richtung Erdmittelpunkt gezogen, bis er verglüht. Das Universum ist ein informationssuchendes und informationsgebendes System: das Universum scheint ein Bewusstsein zu sein.
In Kooperation mit AmbaSat schicken wir eine Weltraumsonde in den Orbit und nutzen ihre Signale, um neuartige, innovative Experimente und datengesteuerte Projekte zu entwickeln. Neben der Programmierung und dem Testing vor dem Lift-Off des Satelliten im Juli, sowie der Erforschung der Möglichkeiten des neuartigen Interfaces von AmbaSat – dem AmbaSat Dashboard – wollen wir auch den poetischen Aspekt von Weltraumdaten-gesteuerten Kunstprojekten ergründen.
Der Gründer und Visionär hinter AmbaSat – Martin Platt – wird uns unter anderem persönlich in einem Vortrag im Rahmen des Seminars von den Motivationen hinter seinen Ideen und der Zukunft der privaten Satellitentechnik berichten.
Neben dem Phänomen des privaten Satelliten im Umfeld des non-linearen Storytellings sowie ähnlichen Techniken der Echtzeitdaten-Steuerung von Apps, Programmen, Spielen bis zum Internet der Dinge, werden auch Grundlagen der Projektarbeit und –realisierung (Prototyping, Mock-Ups, etc.) vermittelt.
In diesem Seminar fügen wir dem kulturellen Raum um die berühmte Alle-Gehen-Kreuzung in Shibuya und dem in der Nähe befindlichen Konnoh-Hachimangu-Schrein eine neue Realität hinzu.
Das Prinzip ‚an/aus‘ oder ‚0 und 1‘ ist die Basis für jede Art von Software, die uns den Alltag erleichtert, das Animieren unbelebter Zeichnungen ermöglicht oder ganze Welten mittels Game Engines erschaffen lässt. Diese Prinzipien wollen wir nutzen, um in einem mobilen Gestus einen neuen kulturellen Raum zu erschaffen: „on the fly“ und „hand held“. Wir werden ausschließlich handgroße LED-Projektoren und tragbare Bluetooth-Lautsprecher und andere tragbare innovative Technologien nutzen, um unsere ortlosen Inhalte an die weltberühmte Shibuya-Kreuzung zu tragen. Welche Wirkung können wir mit diesen minimalen Mitteln erzeugen? Können wir den Alltag interessanter gestalten, können wir neuartige, innovative Animationsexperimente oder sogar neue Welten erschaffen?
Neben diesen und weiteren Theorien und Phänomenen der Public Space Narratives werden auch Grundlagen der Projektarbeit und -realisierung (Prototyping, Mock-Ups, etc.) vermittelt.
By watching and discussing films and artforms on “Climate Change” in the broadest sense, we try to develop our own artistic voice challenging one of the biggest issues of our time.
Bringing digital technology and computers into play when creating artworks caused a revolution in the art world, like in so many other disciplines. To give you a more detailed impression of this, I want to broaden the view of the seminar “Algorithms and Simulations” from last semester towards all generative and algorithmic art.
We will discuss different types of artworks within this genre, from visual arts and music to literature and architecture, and also touch the question of human authorship and intention in the presence of machine intelligence.
This course gives you a hands-on introduction to some of the basic craftsmanship required to create real-time computer graphic artworks by the use of programming languages. While the course focuses on graphics, it can be extended to sound if required.
You will be able to experiment with live coding techniques and shaders. There is a possibility of going live with this later on during a concert or music event if your work (or works) do react to audio. If excursions should be possible, we’ll try to have a look at an “Algorave” as well.
We shall experiment with projectors, screens and other interfaces to create augmented reality environments. This seminar continues some topics from the seminar about interactivity from last semester but shall give you a more haptic and less virtual access to the field of augmented and mixed reality (AR and XR).
I am negotiating with the Kinemathek cinema so that you can present your art in the public cinema foyer, which contains a big 11x3m projection screen and multichannel audio.
Die Duisburger Filmwoche ist eines der wichtigsten Festivals des deutschsprachigen Dokumentarfilms. Hier werden Dokumentarfilme weit gefasst und lassen Grenzüberschreitungen und Mischformen zu. Das Besondere – vor allem für Studierende – ist, dass nach jeder Filmvorführung ausführliche Podiumsdiskussionen mit den Filmemachern folgen und protokolliert werden. Neben etablierten Regisseur*innen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich werden jedes Jahr auch studentische Filmarbeiten aus Filmhochschulen und Kunsthochschulen eingeladen. 
Das Festival plant in diesem Jahr die Kinovorführungen in einem reduzierten Programm vor Ort im Duisburger Filmforum. Begleitet wird die 44. Ausgabe von einem Online-Angebot, wofür die Studierenden sich akkreditieren müssen, um alle Filme sehen zu können.
Wir werden das gesamte Programm sehen und nach dem Festival ausführlich über die unterschiedlichen Herangehensweisen und Formen des dokumentarischen Arbeitens sprechen. Die Teilnehmer*innen des Seminars haben die Aufgabe, über eine Auswahl der gesehenen Filme zu schreiben. Die Form der Texte kann frei gewählt werden. Über Filme zu schreiben schärft das Bewusstsein und den eigenen Blick. Es ist Bestandteil der Ausbildung Medienkunst/Film.

Termine Festival online: 02.11.-08.11. täglich ab 15 Uhr (jeder Film steht ab der Premiere 72 Stunden online zur Verfügung)
Vorbesprechung: 26.10. 18 Uhr
Termine Seminar: Besprechungen an der HfG
1. Block
17.11. 14-17 Uhr
18.11. 10-13 Uhr
19.11. 14-17 Uhr
2. Block
30.11. 16-19 Uhr
01.12. 10-13 Uhr
3. Block
15.12. 17-20 Uhr
17.12. 17-20 Uhr
Lektüre und Diskussion zum Begriff des Dokumentarischen. Erweiterung zum Seminar „sehen, shn, h, hydrogen. Material & Dokument“ von Prof. Susanne Kriemann
Künstlerbücher sind seit den 1970er Jahren zu einer komplementären wie eigenständigen Kunstform geworden. Über die Jahrzehnte entwickelten sie sich zu einer Bewegung, die mit allen Formaten wie Möglichkeiten des Veröffentlichens und des Print-on-demands spielt.
Im Wintersemester werden wir in Kolloquien mit Gästen und in Einzelgesprächen im wöchentlichen Rhythmus arbeiten. Wir treffen Anton Stuckardt zum Thema Gestaltung von Künstlerbüchern, außerdem sprechen wir mit Maren Lübbke-Tidow über das Herausgeben von Künstlerbüchern und erfahren durch Jan Wenzel von Spector Books, was hinter den Kulissen der Herausgeberschaft stattfindet. In Einzelgesprächen werden wir eigene Künstlerbücher fertigstellen und diese im Frühjahr auf einer Kunstbuchmesse präsentieren.
Zur Vorbereitung bitte ich, den Handapparat mit den für uns neu bestellten Künstlerbüchern zu studieren.

Fortführung aus den letzten Semestern, mit Fokus auf Entwicklung und Produktion von eigenen Künstlerbüchern mit Fotografie.
Der Begriff des Realismus ist nicht erst seit Gustave Courbet politisch konnotiert. Bereits in den Debatten zwischen Idealisten und Naturalisten im 16. und 17. Jahrhundert werden an der Natur orientierte Darstellungsweisen als politisch virulent diskutiert. Im 20. Jahrhundert wurde die politische Bedeutung des Realismus angesichts seiner im Kommunismus neu zu bestimmenden Rolle kontrovers verhandelt: Im so genannten „Realismus-Streit“ zwischen Bert Brecht und Georg Lukács wurde die grundsätzliche Frage diskutiert, wie Kunst überhaupt politisch wirksam werden kann und welche Funktion der Form dabei zukommt. Dies eröffnet heute nicht nur neue Perspektiven zum aktuellen Umgang mit dem Sozialistischen Realismus, sondern auch zu den Neoavantgarden im politischen Westen. Im Nachgang zu 1968 wurde dort in der Bildenden Kunst die Realismus-Frage erneut virulent – Performance und Body Art, aber auch der malerische Foto-Realismus der 1970er Jahre können als unterschiedliche Antworten darauf verstanden werden. An diese wichtigen theoretischen Debatten heute anzuknüpfen erscheint essentiell, um Phänomenen wie „Artivism“ oder dem Dokumentarismus sowie der allgemeinen Re-Politisierung der Gegenwartskunst differenziert begegnen zu können.

Die Veranstaltung findet im wöchentlichen Wechsel von Big-Blue-Button-Sitzungen und Präsenzveranstaltungen statt. Die Online-Sitzungen sind vorlesungsartig konzipiert, die Präsenzveranstaltungen dienen der Diskussion und Vertiefung. Die Anforderungen für einen Schein-Erwerb werden in der ersten Sitzung geklärt. Bitte melden Sie sich per Email bei mir zur Veranstaltung an.
Die Natur als kreative Schöpfungsinstanz ist auf vielfältige Weise geschlechtsspezifisch konnotiert. Im Seminar werden klassische Topoi dieser Zuweisung anhand von Texten besprochen und an Beispielen, vorwiegend der Malerei, kritisch diskutiert. Zur Debatte stehen verschiedene Schöpfungsideen, das Konzept des Künstlers / der Künstlerin als Gärtner oder Gärtnerin, das Verhältnis von Reproduktion und Produktion sowie (erotisch) kodierte Lesarten der „geheimen Sprache“ der Blumen und Pflanzen.

Die Veranstaltung findet im wöchentlichen Wechsel von Big-Blue-Button-Sitzungen und, soweit derzeit möglich, Präsenzveranstaltungen im Museum statt. Die Online-Sitzungen basieren auf gemeinsamer Lektüre, während in den Präsenzveranstaltungen bestimmte Kunstwerke analysiert und kritisch besprochen werden. Die Anforderungen für den Erwerb eines Leistungsscheins werden in der ersten Sitzung geklärt. Bitte melden Sie sich per Email bei mir zur Veranstaltung an.
Im Jahr 2009 stellte der Archivtheoretiker Terry Cook in seinem Text „The Archive(s) Is a Foreign Country“ die These auf, dass sich die Archivtheorie in zwei vollständig voneinander getrennte Diskurse gespalten habe. Im englischsprachigen Raum ermöglicht die Verwendung der Begriffe ‚the archive‘ und ‚archives‘, die von Cook in den Blick genommenen beiden Denkschulen voneinander zu trennen. Das Seminar wird die Diskurse um ‚the archive‘ und ‚archives‘ ebenso in den Fokus nehmen wie ihre kritischen Gegenbewegungen aus der zeitgenössischen Kunst, den Queer- und Gender Studies sowie den Erinnerungs- und Traumakulturen. Lektüre für das Seminar umfasst Texte von Terry Cook, Ann Cvetkovich, Jacques Derrida, Kate Eichhorn, Hal Foster, Michel Foucault, Anne Gilliland, Boris Groys, Kwame Holmes, Oliver Marchart, Sue McKemmish, Laura Millar, Chantal Mouffe, Lizeth Zepeda u.a. Es ist ein Workshop geplant, der in die praktischen Grundlagen des Kunstarchivs einführt und einige der wichtigen Kunstarchive vorstellt, die maßgeblich oder exemplarisch für die im Seminar erschlossenen jüngsten Bewegungen in der Archivtheorie sind.
From the eighteenth century onwards, Western science began to tap a large, yet non-renewable, capital store of energy. This shift from agricultural production, dependent upon the flow of energy cycles (e.g. the Sun) to industrial production based on depletion of energy stock (burning of fossil fuels, like coal or oil) was to completely transform social and natural life. The industrial age was fond of thinking about nature as something that can be transformed or converted into commodities at will, but the residue of this conversion process – soot, excrement, waste, gas, smoke, or ash – was a reminder resources were depletable, and waste inevitably accrues. Lacking the vocabulary to conceptualize the social and environmental degradation as an ecological problem, and unable to decide whether the price was worth it, the Victorian age distorted the relation between the steam engine and the global economy, into an evolutionary drama, populated by futurist narratives and supermen types.
The present seminar will analyse the question of fossil capitalism as a class project (Malm), how slavery and the plantation economies sustained industrial growth begun in Northwest Europe, and the material and metaphorical outcomes of this world unmaking process.
Though often associated with dissent or conflict with the social order, and by extension with left-wing or progressive politics, the desire to mock, subvert or transgress moral codes does not necessarily have a politics. Central to laughter is rather the reduction of the human to an object of derision or ridicule. In his essay on laughter Le Rire: Essay sur la Signification du Comique (1900) French philosopher Henri Bergson asks why do white people find black faces comic, pointing to the dual function of laughter as a tool for othering while establishing an affinity between those in the ‘in’ group. Identification is here predicated on absence of empathy, and although most of us would find Le Rire a shockingly racist essay, the practice of blackface is still widespread in Europe. Laughter, irony and satire have also been crucial to the ascent of the so-called alt-right, whose strategy hinges on what anthropologist Gregory Bateson called a more complex form of play: a game constructed upon the question “is this play?”: a type of interaction that finds its ritual forms in hazing or initiation practices.
In the present seminar we will examine the political function of laughter; the ambivalent function of irony and satire; how humour and the weaponization of the carnivalesque register open an ambiguous space in which the critique of capitalism can be inflected in the direction of fascism.
Die Auflösung oder Verwischung der Grenzen zwischen den Künsten in der Moderne geht mit diversen theoretischen Problemstellungen und Diskursansätzen einher. Verspricht man sich einerseits eine neue Einheit der Kunst, z.B. im Sinne des Gesamtkunstwerks, impliziert die Auflösung der Grenzen andererseits das Verdikt eines Endes der Kunst, denn auch die Grenzen zur alltäglichen Erfahrung, zu Gebrauchskunst und Populärkultur werden nun in Frage gestellt. Im Seminar werden Texte über das Verhältnis der Künste zueinander behandelt – von deren hierarchischer Gliederung u.a. in Lessings Laokoon über Adornos Feststellung einer „Verfransung“ der Künste bis hin zu zeitgenössischen „Anything goes“-Debatten. Grenzziehungen und -verwischungen werden historisch verstanden, nicht ausschließlich als dem Medium immanent, sondern als Modelle verschiedener menschlicher Reflexions- und Ausdrucksweisen. So impliziert eine Hierarchie der Künste z.B. auch eine Hierarchie der Sinne, die durch die moderne Verfransung in Installations-, Performance-, Medienkunst etc. teilweise zu Fall gebracht wird. Referate zum Ende des Semesters sollen eine Einbeziehung künstlerischer Strategien ermöglichen.
Today one can hardly find a description of any artistic or curatorial project which wouldn’t excessively use expressions like ‘critical exploration’, ‘critical reflection, ‘critical examination’ etc. The definition of ‘critical’ remains nevertheless as indefinite as the number of writings exploiting it. Paraphrasing one famous pamphlet: “The word critical has a precise, some would say scientific, meaning, but in International Art English it is normally used for its affective connotation: It means good.” Taking this situation as a point of departure the seminar will concentrate on three main questions: What are the reasons for this ‘surplus-value’ of the notion of ‘critical’ in the contemporary art discourse? Why has the term “critical” undergone such a conceptual inflation and was turned into a purely decorative rhetorical gesture? What would be, upon a closer view, a more precise history of the notions of “Critical”, “Critique” and “Criticism” in Philosophy, Social, Political and Art Theory?
We will read and discuss pivotal texts on conceptions of “Critical” and “Critique” by Karl Marx, Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Roland Barthes, Michel Foucault, Judith Butler and other authors, which can help us not only to answer these questions, but also to understand how the intellectually sharp and politically engaged Critical Theory (Kritische Theorie) of the Frankfurt School was over the last decades mitigating into “Critical Theory” as an empty signifier for any content in the contemporary academic humanities.
This course asks: Who are the producers of AI? What kind of labour and workers are needed in order to put these systems to work? To answer this, we will discuss the central yet invisible role that labour, daily routines and knowledge from subjects of the Global South continue to play in forming the material backbone of AI. Foregrounding the manifold ways in which subaltern subjects actively shape AI allows us to gain a deeper understanding of the relation between the so-called developed western world and the developing world.

Secondly, the course contextualises the function of face recognition and other forms of biometric control for the organization of society and economic activities. Although today biometric identification is emerging as a standard procedure for many activities in our daily life, it is not a recent invention. On the contrary, biometrics date back to ancient times and already here we find a link between biometric measurement and economics. There is, for example, evidence that fingerprints were used as early as 500 B.C. to organise Babylonian business transactions. In thinking these two aspects together (biometric control / invisible labor), this course traces the current production of AI from colonial pasts to the present.
The course provides an introduction to media theory focusing on the notion of 'pattern' (or Gestalt) across the 20th century (rather than on other traditional notions of media theory such as information, medium, network, etc). It covers the history of the notion in the disciplines of neuroscience, psychology, economics, computer science, art theory and design history spanning from the German school of the Gestalttheorie to the last techniques of pattern recognition and generation in artificial intelligence. The course is also recommended to first-year students. Full description forthcoming.
The course questions the centrality of philosophy among forms of knowledge production and specifically the role of white European male philosophers in the history of thought. It covers alternative epistemologies that recently gave a great contribution to decolonise critical theory. The course is organised in 4 themes: feminist epistemologies, subaltern epistemologies, epistemologies of labour, epistemologies of nature. Full description forthcoming.
Im Jahr 2018 präsentierte Olafur Eliasson als temporäre Installation dreißig schmelzende Eisblöcke vor den Toren der Tate Modern. Diese waren vom grönländischen Eisschild abgebrochen, von Eliasson und dem Geologen Minik Rosing aus dem Wasser des Nuup Kangerlua Fjord gefischt und nach London transportiert worden, um der Öffentlichkeit die Auswirkungen des Klimawandels erfahrbar zu machen. Eliassons Eisberge sind per se keine Kunstobjekte (man spricht seit Marcel Duchamp von ‚Readymades‘). Ihre Verschiebung in den Kunstkontext lässt sie uns als Bruchstücke des Realen betrachten und – was noch wichtiger ist – unsere Realitäten brüchig werden. Dieses Seminar untersucht mit einem Fokus auf die Kunst von 1960 bis heute, wie ‚reale Dinge‘ in Kunst und Theorie verhandelt wurden: Als hochglänzender Warenfetisch oder als Plastikmüll an den Stränden Mexikos; als persönliche Objekte, die in autobiographischen Erzählungen Identitäten stabilisieren; als ‚MacGuffins‘, die Handlungen in Gang setzen (wie die heraufbeschworene Massenvernichtungswaffen Iraks); als digitale Artefakte, die sich einer befürchteten Dematerialisierung widersetzen; oder als hochkomplexe ‚Hyperobjects‘, die alle bisherigen Objektkonzepte sprengen.

Hinweis: Dieses Seminar erfordert die Lektüre englischsprachiger Texte.
Hard Rock und Heavy Metal sind Musikrichtungen, die physikalisch gesehen auf Festkörper anspielen, sich aber vor allem durch hohen Stromverbrauch, lange Haare und Lederkleidung ausgezeichnet haben. Sie stehen hier nur stellvertretend für eine Kultur der Brachialität und betonten Härte, die in der Popkultur längst zu einer Stilform geworden ist, die sich in der politischen Rhetorik aber neuen Zuspruchs erfreut. Das Seminar soll sich daher mit einem Phänomen befassen, das von Materialepochen wie Stein- und Bronzezeit über die Geschichte des Schmucks und der symbolischen Panzerung und Abwehr bis zu Männern aus Stahl und Cyborg-Frauen im Metallkörper (sowie ihren diversen subkulturellen Derivaten) reicht. Auch die Anmutung bestimmter Materialien im Design oder die Besonderheiten ihrer bildlichen Wiedergabe werden Thema sein.
“The Chinese idea of the original is determined not by a unique act of creation, but by unending process, not by definitive identity but by constant change.” (from: Byung-Chul Han (2017): Shanzhai: Deconstruction in Chinese)

Originality in the western world has long been an issue. For type design, the licensing of usage rights builds the basis for the monetisation of typefaces. We enter an era where ideas of authorship are shifting, issues of authenticity become irrelevant, while Creative Commons expand the range of creative works. The convention of typography written by history force us to design new typefaces within a tight corset. What could be methods and concepts to design a typeface expressing todays issues?
We look into the history of western typography, investigate rhythm and contrast conventions, and delve into the rules of type design. At the same time you can choose from a range of given texts or select a text yourself to derive a design idea for a typeface. As a collection, the texts describe questions and phenomena that concern us in the present. The goal is to create a reader with these texts, typeset with your typefaces.
The seminar will depart from the term "open source" and unfold from there in different directions. We will read, discuss and do exercises together, to dive into the histories of open source, free software, open licenses and artistic practices that evolved from it. We will see how open source culture has questioned notions of "authorship" and "ownership" and started to engage with copying, versioning, piracy, collective authorship, etc. Recently however, there is a shift to be noticed in open source / free software culture, where the politics of "openness" are morphing into discussions rooted in the politics of "organisation". We will develop small research projects that depart from these questions, subjects and methodologies.
Als Machine Learning wird eine Technik in der Informatik bezeichnet, in der künstliche Systeme aus einer grossen Menge an Daten Muster ableiten. Mit diesen erlernten Mustern können andere Datensätze analysiert oder neue Datensätze errechnet werden. Was in der Definition umständlich tönt, begegnet uns regelmäßig im Alltag: «Ähnliche Bilder» bei google, die Gesichtserkennung auf dem Smartphone oder «Inhaltsbasiert füllen» in Photoshop sind Beispiele für Anwendungen im Bereich Bildanalyse und -generierung. Cloud Computing und die damit verbundene Zunahme von Rechenkapazität hat dieser Technologie in den letzten Jahren einen großen Schub verliehen und stützt die Annahme, dass diese Technologie unsere Zukunft maßgeblich beeinflussen wird.
Im Seminar schauen wir uns den Stand der technischen Entwicklung an: Nach welchen Konzepten funktioniert Machine Learning? Was ist derzeit möglich? In welchen Bereichen wird diese Technologie eingesetzt? Welche großen Entwicklungsschritte liegen vor uns? Ebenso werden wir uns mit den aktuellen Diskussionen beschäftigen: Welche Kritik gibt es am Einsatz von Machine Learning? Welche Folgen hat der Einsatz von künstlichen Systemen auf unsere persönlichen Entscheidungen?
Einzeln oder in Gruppen entwickeln und visualisieren wir Szenarien, die mögliche Einsatzgebiete von Machine Learning imaginieren und die Frage aufwerfen, in welche Richtung wir die Entwicklung beeinflussen möchten. Der Fokus liegt dabei auf den Auswirkungen des Einsatzes von Maschine Learning und nicht auf der technischen Umsetzung. Dazu werden wir uns die Spekulation als Methode aneignen und in unseren Projekten einsetzen, um uns dem technologisch dominierten Feld aus einer Designperspektive anzunähern und mit gestalterischen Mitteln zu befragen.
Bereits 1987 schrieb Cheryl D. Miller für das Paper Magazine den Artikel „Black Designers: Missing in Action“. Wir leben in einer bewegten Zeit mit vielen gesellschaftlichen Diskursen, auf die es bislang keine Antworten gibt. Umso wichtiger ist es, dass wir als Gestalter Stellung beziehen.

Der Kurs Grundlagen der Gestaltung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Im theoretischen Teil untersuchen wir die Geschichte des Grafikdesigns. Im praktischen Teil beschäftigen wir uns mit Komposition, Regeln, Experimenten, Kontrasten, Grundelementen. Die Übungen werden sich inhaltlich mit verschiedenen gesellschaftlichen Missständen auseinandersetzen.
Early September 2020 the exhibition "Aby Warburg: Bilderatlas Mnemosyne" opened at Haus der Kulturen der Welt in Berlin. For this exhibition Roberto Ort and Axel Heil reconstructed the last but unfinished version of the "Mnemosyne Image Atlas" from 1929, a project by German art historian and cultural theorist Aby Warburg (1866-1929). The atlas consists of 63 large panels with 971 images, which were documented in black and white photographs, the only remaining evidence of their existence. The curators have traced nearly all images Warburg had collected from his equally remarkable library and image collection which is still at the heart of the Warburg Institute in London.
Warburg dedicated the last five years of his life to the "Mnemosyne Image Atlas". He set out to trace the history of images, inscribed and preserved in our memory. Images are not closed off fields of knowledge but rather whirling, centrifugal fields. The arrangements of images on each panel suggest a network of relations rather than a linear reading. Warburg kept rearranging the images and it seems impossible for anyone to trace the exact meaning he read into them.
The increasing exposure and communication value of images provides sufficient reason to revisit this project. Our self-evident relationship with images even reflects the method of Warburg: the internet being our personal library, Google our resourceful assistant, digital image boards our panels and social media ready to accommodate the distribution for an imagined audience. We appear equally captivated by the dizzying presence of images as Warburg. This seminar proposes to closely look at Warburg’s method from the perspective of graphic design, in order to become more critical of the systems in which images flourish, to increase our understanding of images, and speculate about their potential.
This course will be:
– a vocabulary („I cannot do a building without building a new repertoire of characters, of stories, of language, and it's all parallel.“ | John Hejduk)
– an annotation („if you give it a sense, it makes sense“ | April Greiman)
– a place („The universe (which others call the Library) is composed of an indefinite, perhaps infinite number of hexagonal galleries.“ | Jorge Luis Borges)
– a workshop („We hope to make the tools and to use them“ | Muriel Cooper)
– a display („Ich packe meine Bibliothek aus. Ja. Sie steht also noch nicht auf den Regalen, die leise Langeweile der Ordnung umwittert sie noch nicht.“ | Walter Benjamin)
– a classification („True wildness is like true gold. It bears the trial of Dewey Decimal“ | Susan Howe)
– a portable document format („A page’s appearance is described by a PDF content stream, which contains a sequence of graphics objects to be painted on the pages“ | Tim Bienz & Richard Cohn)
– a machine à lire („You will have happened to sit on very low armchairs (armchairs on which smart ladies never sit), or ones with such deep seats that you touched the back with the nape of your neck“ | Bruno Munari)
– a bookcover („Oh cunning wreck that told no tale and let no witness in“ | Emily Dickinson)
– a catalogue („ Auch ist gar keine noth, dasz allen alles verständlich, dasz jedem jedes wort erklärt sei, er gehe an dem unverstandnen vorüber und wird es das nächstemal vielleicht fassen“ | Jakob Grimm)
Während der drei Termine wird Grundlegendes zu Farbe und Farbraum vermittelt, der eigene Monitor kalibriert, ICC-Profile besprochen und es werden Programmeinstellungen vorgenommen.
Die Teilnehmerzahl ist auf 6 Studierende beschränkt.
Anmeldung: usanwald@hfg-karlsruhe.de
In 1973, French journalist Michel Tauriac staged an extraordinary work of ‘embodied statistics’. In 1972, 16,500 people had been killed in road traffic accidents in France. While preparing to report on this alarming statistic for national television news, Tauriac realised that the number could believably be the population of an entire small town. Research led him to just such a town, Mazamet, and, following long negotiations with the mayor, local businesses and newspapers, at 2:30pm on May 17 1973, a siren sounded and the people of Mazamet lay down in their streets and public spaces, pretending to be dead. Television cameras recorded the unsettling scene from moving cars and a helicopter above.

This event is a significant, but little known, precursor of the contemporary ‘die-in’, a tactic of the notorious climate activism group Extinction Rebellion. This seminar will take Tauriac’s work in Mazamet as the focus of a collective research effort, and will comprise the editorial, design, and production processes for a new issue of the HfG magazine Materialien für Ausstellungsdesign und Szenografie.
What are the signifiers of meaning in graphic design? Some are obvious: choices of colours, symbols, typefaces, images, formats, materials. When designers make such choices they appeal to a consensus of received interpretations of their significance. Green signals natural, ecological, virtuous. A stock photograph of an emaciated polar bear invokes narratives of climate crisis. A certain kind of sans-serif typeface appears European, contemporary, ironic. Such connotations are assumed at many levels, from the culturally-specific to the global and generic.

So much for the obvious. What about the abstract and the invisible: the raw ingredients of an ink, the speed of a printing press, the price of a digital typeface, the ethics of a collaborator, or the geopolitical location of a data server? Are these meaningful? If so, how and when do such meanings become legible? This seminar makes the claim that even an apparently uncomplicated graphic design decision implicates cultural norms, labour, resources, and infrastructure whose communicative significance is potentially neglected, or actively concealed. In this context, we will expand the scope of our graphic design decision-making.
In der Phase zwischen der ersten Idee und der tatsächlichen Umsetzung eines Projekts werden die entscheidenden Weichen gestellt. Oft werden durch Darstellungsmethoden wie bspw. 3D-Renderings, Zeichnungen oder Konzepttexte (unbewusste) Entscheidungen getroffen, welche die spätere Realisierung sowohl technisch als auch gestalterisch maßgeblich beeinflussen.
Durch die visuelle, aber auch inhaltliche Darstellung einer Projektidee manifestiert sich ein Bild bei unseren Projektpartner*innen und potenziellen Kund*innen – aber auch bei uns, den Gestalter*innen selbst.
Im Seminar Sharpening Visions werden YRD.Works diesen Prozess gemeinsam mit den Studierenden durchlaufen und die Funktionen unterschiedlicher Darstellungstechniken untersuchen.
Das Seminar untersucht die Ausstellungs- und Diskursgeschichte von Nicht-Normativität seit der Moderne. Im Zentrum stehen dabei die (Selbst-)Repräsentationen von queeren Körpern und Körpern mit funktionalen oder neuronalen Differenzen, die von Spektakularisierung und Pathologisierung, über den Tokenismus, hin zu Praktiken der Selbstermächtigung und Widerständigkeit, aber auch zu der Konstruktion neuer Normativität reichen. Anhand von ausgewählten Fallbeispielen werden so unter anderem die Nicht-Norm konstruierenden Freakshows und Wissenschaftsausstellungen oder die Etablierung der kunsthistorischen Kategorien wie Art Brut untersucht. Eine Auswahl an Ausstellungen des 20. und 21. Jahrhunderts wird exemplarisch analysiert, die das Spektrum des Sichtbarkeits- und Repräsentationsbegehrens von Inklusion und Kanonisierung zu Subversion und Norm-Ablehnung widerspiegeln: Positionierungen zum heteronormativen und ableistischen kunsthistorischen Kanon, Sichtbarkeits- und Erinnerungspolitiken der HIV/AIDS-Pandemie, realpolitische und strukturelle Forderungen nach Zugängen, dissidente Strategien der Ablehnung von Disidentifikation und Opazität, das Hervorheben anderer Narrationen. Zugleich werden die jüngeren Bestrebungen des Queerens und Crippens von Archiven und Institutionen und die historischen Ursprünge der aktuell allseitig verhandelten Ideen und Praktiken um Kinship und Care beleuchtet.
Ziel des Seminars ist es, einen Einblick in die Fülle von Spielarten und Inszenierungsformen des Theaters zu geben, die relevant geworden sind, nachdem es sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts zunehmend vom Primat des dramatischen Textes gelöst hat. Ausgehend von den avantgardistischen Ansätzen der Theaterreformer um 1900 sollen im Rahmen von 15 Doppelsitzungen in loser chronologischer Reihenfolge schlaglichtartig sieben unterschiedliche ästhetische Schwerpunkte untersucht werden, die wesentliche Impulse auch für zeitgenössische Theater- und Performance-Projekte gesetzt haben. Die Sitzungen dienen jeweils einerseits der Lektüre und Diskussion theatertheoretischer Texte und andererseits der gemeinsamen Sichtung und Analyse von Videobeispielen.
Das Forschungsseminar ist das erste einer Reihe, die sich dem Verhältnis von Körper und Raum aus verschiedenen Perspektiven widmet. Dieses Semester untersuchen wir die vielfältigen Beziehungen, die zwischen performativen Praktiken und dem Ausstellungsraum entstehen. Anhand von ausgewählten Fallstudien, die wiederum den Körper selbst thematisieren, erarbeiten wir uns die historischen und diskursiven Dimensionen des Themas. Diese reichen von verschiedenen Display-Formaten für archivarisches Material bis hin zu einer experimentellen kuratorischen Praxis, die sich selbst performativer Strategien bedient. Wir besprechen sowohl installative Praktiken von Performancekünstler*innen wie Joan Jonas, Tania Brugueras' Interventionen und das feministische Performance-Projekt Womanhouse (Los Angeles, 1972), dokumentarische Strategien wie die der Fotografin und Filmemacherin Babette Mangolte, die bereits in den 1970er Jahren Arbeiten von Choreograph*innen (u.a. Trisha Brown, Lucinda Childs, David Gordon und Yvonne Rainer) dokumentierte, und wir untersuchen, mit welchen Mitteln z.B. der Kurator Pierre Bal Blanc den Körper innerhalb einer Ausstellung involviert.
Das Seminar findet in Vorbereitung auf die Reihe „Move in 5 Positions“ statt, die für das SoSe 2021 geplant ist und Vorträge und Workshops von künstlerischeren Positionen umfasst, die performative/choreografische Arbeiten für den Ausstellungskontext entwickeln.
Im Seminar untersuchen wir den Pavillon als Ausstellungsarchitektur und -ort im Zusammenhang mit unterschiedlichen künstlerischen und kuratorischen Praktiken. Ausgehend von der generellen Frage, welche Konzeptionen durch die Architektur von Pavillons ermöglicht oder ausgeschlossen werden, fokussieren wir uns im Folgenden auf eine aktuelle Fallstudie. Anhand des geplanten Neubaus eines historischen DDR-Pavillons für die nGbK (neue Gesellschaft für bildende Kunst e.V.) auf der Karl-Marx-Allee in Berlin wollen wir eine Reihe von Fragen verhandeln: Welche Rolle spielt der Typus Pavillon für das Ausstellungsmachen sowie für ortsspezifische künstlerische Arbeiten? Was für einen – baulichen, urbanen, politischen und sozialen – Raum konstituiert ein Pavillon im Stil der Ost-Moderne in dieser historisch aufgeladenen Situation? Welche Funktionen kann ein Kunstverein annehmen, dessen Programm basisdemokratisch organisiert ist? Wie spiegelt sich dies in der räumlichen Ästhetik und Gestaltung wieder? In einem letzten Schritt erarbeiten wir Versuchsanordnungen und entwerfen Modelle für einen Pavillon oder ein kuratorisches Konzept, welches ermöglicht, dass an diesem Ort Innen und Außen zusammenkommen.
Im Zuge der antirassistischen Proteste der „Black Lives Matter“-Bewegung ist auch die Diskussion um Gedenkorte aus der Kolonialzeit neu entbrannt. Die Frage, wie – und was – erinnert wird (und was nicht), zeigt sich hier einmal mehr als eine der räumlichen Inszenierung. Erinnerung und Vergessen manifestieren sich somit auch szenographisch und liegen im Kern entsprechender künstlerischer Fragestellungen.
Ausgehend von der Betrachtung exemplarischer Raumanordnungen (vom Denkmal über die Gedenkstätte zur Kunstinstallation) sowie theoretischen Positionen, dient die Lehrveranstaltung „Mourning becomes Ulysses“ der theoretischen wie praktischen Auseinandersetzung einerseits mit dem räumlichen Potential der Wahrung von Erinnerung, aber auch andererseits mit ihrem unweigerlichen Verlust oder ihrer Unterdrückung, dem sich allenfalls spurenhaft zeigenden Vergessenen. Als theoretischer Ausgangspunkt dient dabei die Beschäftigung mit Marc Augés oft diskutiertem Begriff des „Nicht-Ortes“ (1994) sowie mit Wolfgang Isers Theorie der Leerstelle (1972). Augé setzt sich auseinander mit leer erscheinenden, oft infrastrukturell relevanten Orten, deren geschichtliche Bedeutung abhandengekommen zu sein scheint. Iser sucht in seiner rezeptionsästhetischen Literaturtheorie nach Unterbrechungen der erkennbaren Ordnung, dem unvermittelten Aufeinanderstoßen von Segmenten und Momenten, der Unterwanderung von Erwartungshaltungen. Das Weglassen führt zu einer kreativen Leistung und aktiviert die Imagination aufseiten der Rezipierenden. Im weiteren Verlauf der Lehrveranstaltungen werden eigene künstlerische Rauminszenierungen skizziert und realisiert werden, deren Potential in der Amplifizierung von Vergangenem liegt – sei es durch die Verräumlichung von Erinnerung, sei es im ästhetischen Aufspüren von Vergessenem und Verdrängtem.
Im Rahmen der monatlichen Reihe “Das Neue Stück” des Badischen Staatstheaters Karlsruhe werden aktuelle dramatische Texte vorgestellt. Regieassistent*innen des Staatstheaters sorgen für die szenische Einrichtung, die Seminarteilnehmer*innen gestalten Bühne und Kostüme.
Die SchauspieldramaturgInnen Eivind Haugland und Anna Haas lehren Grundlagen zur Theorie der zeitgenössischen Dramatik und führen in die dramaturgische und konzeptionelle Arbeit an einem neuen Text ein. Anschließend entwerfen und realisieren die Studierenden in Zusammenarbeit mit Regie, Dramaturgie und den Gewerken des Theaters die “Spiel-Räume” für szenische Lesungen auf der STUDIO-Bühne. Constanze Fischbeck vermittelt raumtheoretische Grundlagen und begleitet die Entwurfsarbeit sowie deren praktische Umsetzung aus szenografischer Perspektive.
Unser Fachbereichsmagazin „Materialien zu Ausstellungsdesign und Szenografie“ versteht sich als ein Ausstellungsort in Heftform, in dem Materialsammlungen und Texte präsentiert und zur Diskussion gestellt werden. Das Seminar ist ein offener Redaktionsprozess und baut auf die selbstständigen Beiträge der beteiligten Studierenden auf. Die redaktionelle, gestalterische und kuratorische Erarbeitung eines Heftes umfasst Bild- und Textrecherchen, die Diskussion und Einordnung derselben in den aktuellen Diskurs um Ausstellungsdesign und Szenografie, die Kommunikation mit Gästen und Zulieferern, das Schreiben eines Editorials und anderer Texte, Lektorat und Gestaltung. Für Themenvorschläge sind wir offen. In der ersten Sitzung werden wir vorstellen, woran wir gerade arbeiten, und über den anstehenden Arbeitsprozess gemeinsam entscheiden.
Auf der Suche nach verschiedenen Strategien räumlicher Praktiken, die als dynamisches, körperlich und sozial engagiertes Ereignis erfahren werden können, initiieren wir ein kollaboratives Format, um (im) Raum zu denken und ihn gemeinsam zu produzieren.
In einem experimentellen und interaktiven Umfeld, in dem ein klassisches akademisches Konferenzmodell in einen offenen Raum der Begegnung transformiert werden soll, wird die HfG zu einer temporären Agora. Das Publikum wird zum aktiven Teilnehmenden; die Grenzen zwischen Sprechen, Zuhören, Handeln und Denken werden verschoben, um Zwischenzustände als potentielle Zonen des Gemeinsamen freizulegen. Bei der performativen Struktur der Veranstaltung geht es um mehr als nur um eine Reihe von Keynotes und Vorträgen darüber, wie Kollektive in den Bereichen Architektur, Szenografie, Design, bildende Kunst und Film Räume bauen und gestalten. Wir generieren und teilen Wissen, indem Spekulationen mit gemeinsamen Praktiken wie Gehen, Kochen, Bewegen, Bauen, Sprechen oder Essen verflochten werden. Diese Wege der Vielfalt und Kollektivität sind ein Vorschlag (und eine Einladung) zu diskutieren, wie soziale Veränderungen artikuliert werden können, indem wir uns über die Art und Weise, wie Räume entworfen, geteilt und gestaltet werden, verständigen.

Konzeption, Organisation und Szenografie zur Vorbereitung der dreitägigen Workshop-Konferenz „Kollektive Räume“ zum Anwendungsfeld von Ausstellungsdesign und Szenografie vom 5. bis 7. Februar 2021.
Das Langzeitprojekt "Colonial Neighbors" des Berliner Kunstraums Savvy Contemporary begann als Aufruf an die Nachbarschaft zur Sammlung von "Objekten und Erinnerungsstücken, die mit Deutschlands kolonialer Vergangenheit assoziiert" werden können. "Colonial Neighbors" versteht sich als eine Sammlung, die keine feste Form finden soll, sondern als Plattform für Austausch und Dialog und als Ort für vielfältige Kollaborationen fungiert.
Die Objekte der Sammlung, aber auch andere materielle wie immaterielle Spuren der Geschichte (Worte, Lieder, Erinnerungsfragmente), werden als Mediatoren einer verflochtenen Geschichte verstanden. Der französische Ethnologe Marc Augé beschreibt Vergessen und Erinnern in seinem Text „Formen des Vergessens“ (2001) als sich gegenseitig bedingende Vorgänge; als bewußte und unbewußte Prozesse einer Auswahl von zuvor erlebten Ereignissen. Als einstmals europäischem Ethnologen auf dem afrikanischen Kontinent gelingt es Marc Augé, diese Argumentation ebenso auf die eigene Kultur anzuwenden. Das Seminar beschäftigt sich mit dem Objekt und anderen Erinnerungsspuren als Ausgangspunkten für Installationen und Performanceräume. Teil des Seminars ist eine Kollaboration mit Savvy Contemporary in Berlin. Lynhan Balatbat wird in einem Vortrag und Workshop von ihrer Arbeit berichten und einige Objekte der Sammlung mitbringen. Zum Ende ist eine Exkursion nach Berlin geplant.
Ein weiterer Teil des Seminars ist der Beginn einer Zusammenarbeit mit dem Performance-Studiengang „Körper, Theorie und Poetik des Performativen“ der ABK Stuttgart. Begleitend beschäftigen wir uns mit Texten von Marc Augé, Edouard Glissant, Achille Mbembe und Aleida Assmann, der Geschichte der Installation als Kunstform sowie verschiedenen Methodiken für die Entwicklung von performativen Räumen, die das Vergessen thematisieren.
Sicherheitstechnische Unterweisung gem. §4 DGUV. Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“. Brandschutz, Hausordnung, Arbeits-und Gesundheitsschutz.
Die Reihe „Literatur im Blauen Salon“, die das Literaturseminar in Kooperation mit dem Adam Seide Archiv veranstaltet, wurde ins Leben gerufen, um die im Seminar entwickelten Fragestellungen in der aktuellen Begegnung mit Schriftstellerinnen und Schriftstellern zu konkretisieren. Mittlerweile existiert die Reihe im vierzehnten Jahr und erfreut sich auch über die Hochschule hinaus regen Interesses. Für das Wintersemester 2020 wollen wir die drei Veranstaltungen nachholen, die im Sommersemester coronabedingt ausfallen mussten. Wo und wann diese Veranstaltungen im Winter stattfinden, wird rechtzeitig bekannt gegeben. Eingeladen sind Andreas Heidtmann mit seinem Roman "Wie wir uns lange küssten, als ABBA berühmt wurde" (Steidl Verlag 2020), Emanuel Maeß mit seinem Roman "Gelenke des Lichts" (Wallstein Verlag 2019) sowie die Lyrikerin Kerstin Preiwuß mit ihrem Gedichtband "Taupunkt" (Berlin Verlag 2020). Die Veranstaltungen sind öffentlich und finden jeweils Montags um 19 Uhr in der HfG statt.
This is a new proposal to create a space of debate and sharing experiences. Graduate students from HfG will report about different stages of their professional life. The format will be reorganized collecting the feedback of the invited speakers and the participating HfG students to establish a more regular event – by the students, with the students and for the students. The invited Diplomed Alumni for the first edition of “The day(s) after” are Tatjana Stuermer, Christian Haardt and Lukas Rehm. The guests will share their experiences during their road in HfG until the time after the Diploma. They will reflect on decisions that were taken in the whole process until their graduation and talk about professional possibilities and challenges they came upon which also include the hard and maybe not successful realities outside the University. During the first three days, all guests will have individual talks, while on the fourth day they will talk together to present works, past projects and future/present plans. The talk is open to all HfG students, paying the utmost attention to the newest ones.
Die im Sommersemester entstandenen Filmübungen der Seminare: „Tagebuch Filme – eine Montage Übung“ mit Eva Hartmann und „Kräfte“ mit Fred Kelemen werden vor Jahresende im Blauen Salon von den Studierenden präsentiert und im Anschluss gemeinsam besprochen. Die Filmvorführungen werden im Mailverteiler der HfG angekündigt und hochschulöffentlich im Blauen Salon gezeigt.
Einführung in alle Lehrveranstaltungen der Fachgruppe ADSZ im Wintersemester 2020.
rundgang@night ist das audio-visuelle Konzert zum Rundgang der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Studierende führen ihre Kompositionen und Arbeiten auf. Das Spektrum ist offen und reicht von elektroakustischen Kompositionen über audiovisuelle Kompositionen, Laptopmusik bis zu Live-Bands und neuer komponierter Musik. rundgang@night ist die Plattform zur Artikulation der Ideen. Die Bühne ist Freiraum und Realisationsraum der künstlerischen und musikalischen Vorgaben und Ziele der Studierenden.
Für das Seminar steht uns das Fitness-Center Fit-In in der Ebertstraße zur Verfügung. Die Kosten für das Studio von Oktober bis Februar belaufen sich auf 125 Euro. Betreute Trainingszeiten sind Montag und Mittwoch von 10 Uhr bis 12 Uhr. Ansonsten kann auch nach eigenen Zeitvorstellungen geübt werden. Auch können die angebotenen Kurse im FIT-IN belegt werden. Anmeldung bei pfanz@hfg-karlsruhe.de
Dies ist ein Einführungskurs in die Grundlagen von Bildbearbeitung, Layout und Vektorzeichnung. Anhand gestalterischer Fingerübungen lernen die Studierenden den Umgang mit den zur Zeit geläufigsten Gestaltungsprogrammen. Verpflichtend für Produktdesign-Studierende im ersten Semester.
Wet cardboard, stuffed foam, hanging rope: material objects are expressive and agent things, just as our body is expressive and responsive matter. Material things make us move and behave, and they are themselves performing and behaving. We will practice to attend to this performative nature of things in relation to our sensing bodies. To practice attending will mean to research through movement, to play with choreographic and spatial tools, to reflect with words and imaginations and to welcome sensorial and intuitive exploration: feeling, manipulating, waiting for, being with, acting through.
In three blocks the seminar addresses self awareness of the body in movement, voice and gesture and then uses this awareness to explore the relation of our bodies to things and material, as well as to investigate the intrinsic performative qualities of objects. We will work towards staging our explorations considering the theatrical effects of settings and presentations as artistic choreographies.
The seminar will draw on techniques coming from somatic movement, performance art and instant composition.
Eine Einführung in DIE Programmiersprache für alle Multimedianwendungen: Audio, Video, Arduino – Synthese, Analyse – Sensoren, Aktoren ...

Max, also known as Max/MSP/Jitter, is a visual programming language for music and multimedia developed and maintained by San Francisco-based software company Cycling '74. Over its more than thirty-year history, it has been used by composers, performers, software designers, researchers, and artists to create recordings, performances, and installations.
https://en.wikipedia.org/wiki/Max_(software)
Einstiegskurs Game Audio mit Audiokinetic Wwise und Unity 3D (keine Vorkenntnisse erforderlich).

Die vom kanadischen Unternehmen Audiokinetic angebotene Software Wwise ist eine sogenannte Middleware, die für die Entwicklung und Implementierung von Sounddesign und Musik genutzt wird. Das heißt: Sie übernimmt die klangliche Gestaltung für Spieleentwicklungsumgebungen wie Unity oder Unreal Engine. AudiodesignerInnen können Wwise nutzen, um beispielsweise aufwändige detailgenaue Geräuschkulissen zu erstellen und somit Spielwelten deutlich realistischer erscheinen zu lassen. Genutzt wird sie für die Entwicklung zahlreicher sogenannter „AAA" (Trippel A)-Spiele wie z.B. „Assassin‘s Creed" oder „Die Sims 4".
Wwise beschränkt sich allerdings nicht nur auf den Einsatz im Spielebereich. Die Software ist vielfältig einsetzbar und eignet sich auch für akustische Simulationen im Industrieumfeld, was das Programm auch für den AR/VR-Bereich hochinteressant macht.
Instrument, Ton, Klang, Geräusch: Themenfelder, die in Spannung mit performativer, gesetzter Musik und Klangpraxis stehen. Das Seminar "Composing in Digital Times" setzt sich mit der Bedeutung von Klang in der Medienkunst und der Frage der inhaltlichen Gestaltung und Inszenierung von Klangräumen auseinander. Im Seminar werden neue Technologien und mediale Werkzeuge vorgestellt und praktisch angewendet. Die beim kreativen Einsatz dieser Systeme zu bewältigenden Schwierigkeiten werden anhand der Projekte und Kompositionen der Teilnehmenden thematisiert. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Klangkunst, die nicht im Konzertsaal beheimatet ist.

Die Seminare bauen auf Beiträgen zu folgenden Bereichen auf:
- Psychoakustische Grundlagen der auditiven Wahrnehmung
- 3D Aufnahme- und Wiedergabesysteme
- Inszenierung und Komposition von Klängen im Raum (akustische Szenografie)
„Escape!“ ist die Devise einer Gruppe von Spielen, bei der es in der Regel darum geht, einen Ort, der einen gefangen hält, zu verlassen. Mittel zum Zweck sind Pfiffigkeit (sprich logisches Denken), Findigkeit und Frustrationstoleranz. Das Seminar analysiert nicht nur die Geschichte, Ästhetik und Funktionslogik sowohl digitaler wie analoger Escape Games (mit Exkursionen und Brettspielexzessen), sondern versucht sich auch in Zusammenarbeit mit dem Technischen Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie an der Konzeption eines realen Escape Rooms. Das Seminar führt die Überlegungen aus dem Sommersemester fort und zielt auf deren Realisierung im Technischen Museum.
In diesem Blockseminar werden wir zusammen mit Carmen Beckenbach Strategien des Kuratierens von Filmprogrammen für Festivals erlernen und umsetzen. Ziel ist, eine Gruppe Studierende mit diesem dreitägigen Blockseminar in die Lage zu versetzen, ein eigenes speziell für das Wintersemester konzipiertes Filmprogramm zu gestalten und im Januar oder Februar 2021 an der HfG zu präsentieren. Das Seminar findet statt im Rahmen von „Artrepreneurs / Gründungskultur“ und wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

In this block seminar we will learn and implement strategies of curating film programmes for festivals together with Carmen Beckenbach. The three-day block seminar is aimed at enabling a group of students to create their own film programme especially designed for this winter semester and present it at the HfG in January or February 2021. The seminar takes place within the framework of "Artrepreneurs / Start-up Culture" and is funded by the Ministry of Science, Research and Arts Baden-Württemberg.
Eine Verdichtung, ein Unterlaufen großer Gesten, ein eigenwilliges, gelegentlich sogar kristallines philosophisches Spielzeug, das seine eigene Rezeptur mitdenkt. Eher entfernt vom ‚Visitenkarten-Kurzfilm’, der vorauseilt, sich in seiner Marktgängigkeit zu beweisen. Experimentierfeld und aufblitzendes Kristall, fragmentarisch, offen oder kompakt, anekdotisch. Mit ihrer Aktualität und ökonomischen Unabhängigkeit behauptet sich die kleine Form in den aufmerksamkeitsfragilen Onlinewelten besonders eigensinnig. Es geht um Mikroformate – hergeleitet aus Deleuze/Guattaris "Kafka: Für eine kleine Literatur" (1975). Wir sichten gemeinsam Filme, entwickeln Gespräche darüber und experimentieren u.a. mit GIFs, one-take-shots und lebenden Bildern.

Madeleine Bernstorff ist Kulturproduzentin, Filmkuratorin, Autorin, Lehrende. Sie lebt in Berlin, macht Filmprogramme oft in Kollaborationen, lehrt und schreibt zu Film. Sie ist Kommissionsmitglied der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen.

Termine:
1. Block
14.12. 16-19 Uhr
15.12. 10-17 Uhr
16.12. 10-17 Uhr
17.12. 10-17 Uhr
2. Block
11.01. 16-19 Uhr
12.01. 10-17 Uhr
13.01. 10-17 Uhr
14.01. 10-17 Uhr
Im Seminar wird – ausgehend von maßgeblichen geschichtlichen und zeitgenössischen Positionen des künstlerischen Films – eine „Dramaturgie des Innenraums“ erforscht (Block) und im Anschluss in schriftlich-konzeptuellen Übungen erprobt. Vermittelt wird eine neue Perspektive auf filmische Verfahren der Erzählung. Insbesondere am Beispiel des sogenannten Kammerspielfilms wird auf die kinematographische Disposition von Räumen, Objekten und Körpern fokussiert. Dabei wird auch im Hinblick auf die Sprache bzw. den „Dialog“ der Frage nachgegangen, inwieweit die im filmdramaturgischen Diskurs stark verbreitete Kategorie der „Figuren-Psychologie“ als wirkungsästhetischer Effekt räumlich-materieller Operationen neu konzeptualisiert werden kann. Diese veränderte Perspektive soll neue Ansätze beim Schreiben von Drehbüchern und Szenarien bieten, die nach den Filmdiskussionen im Kino im weiteren Verlauf des Semesters von den Studierenden entwickelt werden können.

Max Linz ist Autor und Regisseur der Spielfilme ICH WILL MICH NICHT KÜNSTLICH AUFREGEN (2014) und WEITERMACHEN SANSSOUCI (2019). Nach dem Studium der Filmwissenschaft an der Freien Universität Berlin und an der Sorbonne Nouvelle Paris sowie der Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) lebt er als Filmemacher in Berlin. Daneben ist er als Dozent tätig, publiziert zu filmpolitischen und ästhetischen Themen und hat seit dem Wintersemester 2019/2020 eine Gastprofessur an der Universität der Künste Berlin.

Termine:
1.Block
01.12. 16-19 Uhr
02.12. 10-18 Uhr
03.12. 10-18 Uhr
04.12. 10-15 Uhr
2. Block im Februar 2021 nach Absprache
Einzelgespräche nach Vereinbarung
Die Auflösung einer Szene oder eines beobachteten Geschehens in Kameraeinstellungen 
ist das Fundament jeder filmischen Erzählung. Wir werden uns zwei Wochenlang lang intensiv mit dem Thema 
Auflösung beschäftigen. Dies beinhaltet einen kurzen historischen Abriss über die Entwicklung der Filmsprache mit besonderem Augenmerk auf die Debatte der Nouvelle Vague: Mise-en-Scène versus Montage / André Bazin (Schneiden verboten!) sowie Jean-Luc Godard (Schnitt, meine schöne Sorge!). Den verschiedenen Positionen werden wir nachspüren durch Analyse verschiedenster Filmbeispiele. In kleinen Übungen gibt es die Möglichkeit, eigene kreative, adäquate Auflösungen für ausgesuchte kurze Szenen/Aufgaben zu finden.
In der zweiten Woche wird der Schwerpunkt auf der Betrachtung von subjektiven Perspektiven liegen. Wie machen wir das innere Erleben einer Figur für den Zuschauer durch die Auflösung erfahrbar? Auch hier werden facettenreiche Beispiele präsentiert. Eine Aufgabe für die Studierenden wird sein, für eine längere Szene eine Auflösung zu entwickeln. Nach der Auswertung der entstandenen Auflösungen werden wir anschließend diverse Verfilmungen dieser Vorlage aus der gesamten Filmgeschichte anschauen. So lassen sich ganz unterschiedliche Ansätze gut auf ihre Wirkung hin vergleichen.

Ute Freund ist Bildgestalterin und hat bereits im Wintersemester 2019/2020 mit Serpil Turhan ein praktisches Seminar mit dem Titel „Mittel der Bildgestaltung – Von der Idee zur filmischen Erzählung“ veranstaltet. Ihre Filmographie umfasst Projekte mit einer großen Bandbreite inhaltlicher, gestalterischer und technischer Art: von Arbeiten für Videokünstler über klassische Kinofilme – gedreht auf 35mm und digital – und experimentelle sowie essayistische Dokumentarfilme bis hin zu Werbeclips. Ute Freund hat viele Jahre an der filmArche in Berlin gelehrt.
Im Zusammenhang mit der Arbeit an der Publikation 10% bietet das Praxisseminar eine weiterführende Kontextualisierung zur Arbeit mit fotografischen Bildern und Texten in Publikationen. Ziel ist, die eigenen Beiträge zu der Publikation kritisch zu reflektieren und gemeinsam zu diskutieren, um die Ergebnisse Ende des Semesters zu präsentieren.
Fortsetzung des Seminars aus den vergangenen Semestern.
Wandern, inwendig und auswendig, also zu Fuß und intuitiv unterwegs. Alles hinterfragen, anschauen, herumwandern und von verschiedensten Blickwinkeln hineinhören. Erst dann die Kamera, den Aufnahmeapparat herausnehmen und versuchen, ein Bild aufzunehmen, zu machen.
Das Fotografieren ist letztendlich die Hauptsache. Wie, wann, wo, sind Fragen, die unterwegs auftauchen. Es geht darum, die innerlichen Beweggründe anzustoßen, zu ermuntern, und dann die eigenen Wege weiterwandern, bewandern. Dies und vieles mehr besprechen wir in Einzelgesprächen und tauschen wir in intensiven Auseinandersetzungen von Ideen und Erfahrungen untereinander aus.
Grundlagenvermittlung in der Fotografie:
- Blende, ISO, Belichtungszeit
- Optische Größen
- Digital und analog
- Sensorgrößen
- Objektive
- Blitzlicht, Tageslicht, Kunstlicht
- Analoges und digitales Fotolabor
- Umgang mit den Gerätschaften in der Werkstatt
- Sicherheit, Unfallverhütung, Brandschutz, Werkstattregeln
Das Seminar verhandelt den Ausstellungsraum als zeitgenössischen Möglichkeitsraum für die Dekonstruktion und Transformation hegemonialer Wissensformationen. Während der erste Teil im Sommersemester 2020 Kunsträume auf ihr subversives Handlungspotential hin beleuchtet hat, widmet sich der zweite Teil im Wintersemester 2020/2021 der kritischen Analyse von historisch und aktuell wirkmächtigen Institutionen und ihren Techniken der Machtausübung. Untersucht werden künstlerische und kuratorische Strategien, welche die Dynamiken der herrschenden (neo)kolonialen und (neo)liberalen Ordnung, die materiellen und institutionellen Verkörperungen wie auch die immateriellen Aufführungen von Biomacht und Nekropolitik verhandeln, unterwandern oder direkt in diese eingreifen. Im Vordergrund stehen dabei Praktiken, die eine ständige Neubewertung der kontrollierenden, disziplinierenden, normierenden und ausgrenzenden Gewalt einfordern, die von (Kunst‐)Institutionen und auch von Visualisierungspraktiken fortgeführt oder konstruiert werden.
Das Seminar bietet zudem einen intensiven Einblick in die kuratorische Praxis im Kontext der dreiteiligen Reihe "Actually, the Dead Are Not Dead" am WKV in Stuttgart, insbesondere während des Aufbaus und der Ausstellungszeit des dritten Teils, der sich dezidiert mit der Analyse und dem Transformationspotential von Institutionen auseinandersetzt.
Die Einführung in die technischen Grundlagen von Licht, Ton und Bühnentechnik des Großen Studios der HfG findet vom 18.01. bis 20.01. statt. Neben einer allgemeinen Einführung zum Thema Grundlagen der Bühnenbeleuchtung und Bühnentechnik wird es zwei anwendungsorientierte Workshops geben: einen zum Einsatz von Licht, seinen Möglichkeiten und seinen Herausforderungen anhand von Versuchsaufbauten verschiedener Beleuchtungssituationen und Lichtcharakteristika; und einen weiteren zur Vertiefung des Umgangs mit den Tonelementen und ihren Möglichkeiten. Die Blockseminare finden im Großen Studio statt und bereiten auf die Betreuung einer Performance/Aufführung vor, welche Anfang des Sommersemesters 2021 stattfinden soll. Für Hauptfachstudierende von Ausstellungsdesign & Szenografie ist dieser Kurs eine Voraussetzung für das Vordiplom.

Einführung großes Studio: 18.01.-20.01.
Einführung Licht 1 & Einführung Ton 1: 15.02.-19.02.
Einführung Licht 2 & Einführung Ton 2: 22.02.-26.02.
Thema des Workshops ist die Beziehung zwischen der Kamera und dem Raum der Aufnahme sowie dem Raum der Projektion in theoretischer und in praktischer Weise. Wir beschäftigen uns mit grundlegenden Fragen wie Blickverhältnissen, raum-zeitlichen Relationen sowie Verschränkungen von Innen- und Außenräumen. Die Kamera dient zunächst als Instrument der Raumanalyse. Wir untersuchen im Weiteren, ob und wann die Kamera selbst ein Performer sein kann. Welche Blickverhältnisse sind durch die vorhandene Architektur bereits determiniert und wie können diese wiedergegeben werden? Wer wird durch den Blick der Kamera repräsentiert, wessen Blick wird wiedergegeben? Repräsentiert die Kamera selbst den Blick des nicht sichtbaren Performers, wenn der Raum der Performance leer bleibt? Was würde sich durch den Einsatz einer 360-Grad-Kamera verändern? Wir arbeiten in und mit der Außen- und Innenarchitektur der HfG und dem Großen Studio. Im Zeitrahmen einer Woche sollen alle Schritte von Raumanalyse, Aufnahme, Schnitt und Projektion geplant und durchgeführt werden. Neben der praktischen Arbeit bietet der intensive Workshop zahlreiche filmische Anschauungsbeispiele zu den angesprochenen Themen, speziell aus dem Experimentalfilm und der Aufführungspraxis. Der Filmemacher und Musiktheaterregisseur Daniel Kötter setzt in seinen performativen Arbeiten stets Bewegtbild in sehr unterschiedlichen Formaten ein. In einer langjährigen Zusammenarbeit mit Constanze Fischbeck (u.a.„state-theatre“) widmeten sie sich dem Thema der Analyse von Bedingungen der Performativität in internationalen Theater-Architekturen.
Zum Modellieren organischer Formen, für kurze 3D-Animationen, Visualisierungen etc sind 3D-Programme wie Cinema 4D oder Blender hervorragend geeignet. Interessant für alle Fachbereiche. Das Seminar richtet sich an 3D-Anfänger*innen.
Das Seminar dient zur Festigung des erlernten Wissens wie auch zum Erlernen neuer Fertigkeiten ganz im Sinne der dritten Dimension. Grundlegende Vorkenntnisse in 3D Software sind erforderlich. Die Idee ist es, Projekte umzusetzen und dabei neue digitale wie auch physische Tools kennenzulernen, auch in Zusammenarbeit mit den Werkstätten der HfG und DIY. Darüber hinaus sollen Mini-Projekte bzw. Challenges Hilfe zur Selbsthilfe bieten. Unterthema wird die Handhabung von Gießmaterial sein – Formenbau, Überlegungen zum Upcyceln von täglichen Abfällen aus Kunststoff, dem Schmelzvorgang und den Möglichkeiten der "Reformierung".
Das Seminar richtet sich an Studierende aller Fachbereiche, die sich für das Thema 3D CAD interessieren und noch keinerlei Vorkenntnisse besitzen. Gezeigt wird der Umgang mit der Software "Rhinoceros" mit dem Ziel, erste 3D-Modelle zu erzeugen, die als Ausgangspunkt für den 3D-Druck, technische Zeichnungen, Grundrisszeichnungen, Ausstellungsplanungen, Prototypen oder Renderings/Visualisierungen dienen.
Lautsprecher sind in unserer Kultur nicht mehr wegzudenken, haben einen ähnlichen Stellenwert wie etwa Autos, Telefon, Internet und arbeiten oft unbemerkt im Hintergrund. Ohne Lautsprecher kann die moderne Gesellschaft nicht funktionieren, wäre die Kunst um ein wichtiges "Material" ärmer. In vielen Bereichen wird angestrebt, Musik so original wie möglich zu reproduzieren. Die Filmindustrie versucht dies z. B. durch Normen wie THX.
Wie gut ist Reproduzieren überhaupt möglich, welche Rolle spielt der Raum, wo sind die Grenzen? In Hörsitzungen werden wir sehr alte bis neue "Referenzlautsprecher" der Industrie mit verschiedenen eigenen Entwicklungen vergleichen. Elektronik und Software werden uns dabei helfen. Es werden Aufbau, Funktionsweisen, Standards, Gehäuse, Designs, Qualitätsunterschiede, verschiedene Entwicklungen von Lautsprechern besprochen und getestet.
Welche Lautsprecher sind für welche Situation, welche Installation am besten geeignet? Es können eigene Lautsprecherboxen zum Beispiel für Kunstinstallationen entwickelt und gebaut werden. Produktdesigner*innen können das Design von Lautsprechergehäusen entwerfen, wir finden das passende “Lautsprecherchassi“, den Kompromiss zwischen Funktion und Design.
Wir werden einiges zu "HÖREN" bekommen, "High End" in der Werbung überwinden, die "KETTE" von der Aufnahme bis zum Wiedergabe-Raum besprechen, Digital-ungleich-Digital erfahren, MP3-ungleich-Analog erleben.
Einführung in die Videotechnik.
Einführung in die Struktur der Videostudios der HfG.
Beispiele mit praktischen Übungen.

Themen: Videoaufnahme, Videokamera, Tonaufnahme, Tonsysteme, Videosysteme, Videonormen, Videosignale, Monitore, Beamer, TV, Verkabelung, Analog <-> Digital, Videoschnitt, Datenformate, Datenraten, Codecs, SD, HD, ultraHD, 2k, 4k, 8k, 16k

Die Teilnahme am Videokurs ist Voraussetzung für die Teilnahme an Aufbaukursen.
In diesem Seminar diskutieren wir den Zusammenhang zwischen Material und Dokument, zwischen fotografisch-konzeptuellen Handlungen und dem Dokumentarischen in der Fotografie. Mit Vorlesungen und virtuellen Studiobesuchen zu den Arbeiten zu und von u.a. Susan Schuppli und Joseph Beuys, mit praktischen Übungen wie z.B. einem Besuch des Hafens Karlsruhe und dessen mannigfaltigen Wertstoff-Lagerstätten, durch Experimente mit Materialien und Pigmenten im Fotolabor und Siebdruck arbeiten wir zu den Begriffen Material und Dokument.
Das Seminar wird von Sitzung zu Sitzung gemeinsam gestaltet. Wir erproben hier Handlungsweisen der Commons in Lehre und künstlerischem Arbeiten. Ein essentieller Teil des Seminars besteht darin, sehen zu lernen, inwieweit Fotografie mit Erdzeit und Biosphäre verknüpft ist. Das Seminar lebt von der verbindlichen Beteiligung der Studierenden. Deswegen ist die Teilnehmer*innenzahl auf 8 Studierende begrenzt.
Mit dem Seminar nehmen wir an dem Forschungsprojekt „Der ökologische Fußabdruck der Fotografie“ (kuratiert von Esther Rülfs, Frühjahr 2022) des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg teil.
Grundlagenvermittlung in der Fotografie:
- Blende, ISO, Belichtungszeit
- Optische Größen
- Digital und analog
- Sensorgrößen
- Objektive
- Perspektiven
- Blitzlicht, Tageslicht, Kunstlicht
- Analoges und digitales Fotolabor
- Hausaufgaben und Übungen
- Umgang mit den Gerätschaften in der Werkstatt
- Sicherheit, Unfallverhütung, Brandschutz, Werkstattregeln
Im Kurs Freihandzeichnen sollen Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen das Zeichnen als Werkzeug der Darstellung und der Ideenfindung in seinen vielfältigen Formen kennenlernen. In zahlreichen Übungen werden die bildnerischen Elemente und Mittel gezielt thematisiert, die eigene Wahrnehmung geschult und Kompetenzen in den unterschiedlichen händischen Methoden erlernt. Besprochen und praktiziert werden dabei sowohl klassische als auch freie Techniken des Zeichnens. Auch räumliche Darstellung und die Auseinandersetzung mit dem Thema Farbe wird Teil des Kurses sein.

Ziel ist die Erweiterung des eigene Wahrnehmungs- und Gestaltungshorizonts über das Medium der Zeichnung, welche fachrichtungsübergreifend Anwendung finden kann. Zeichnen wird hier sowohl als manuell-gestalterische Kompetenz wie auch als elementare Grundlage im Entwurfsprozess vermittelt. Das Programm wird zu Beginn des Semesters vorgestellt.
ZeitBildLab Sprechstunde für Studierende mit filmischen Projekten in den Phasen der Präproduktion und Festival-Einreichung.
Das ZeitBildLab ist eine im Jahr 2019 von Răzvan Rădulescu, Christine Reeh-Peters und João Tabarra gegründete Plattform, die organisatorische und finanzielle Unterstützung für Filmprojekte von Studierenden bietet. Laura Morcillo ist Kuratorin und leitende Koordinatorin des Labs. Serpil Turhan ist neues Mitglied der Plattform. Das Lab ist Reflexionsort, aber auch Produktionsstätte und Vertriebsplattform für studentischen Kinofilm. Es steht auch anderen Formen des künstlerischen narrativen Bewegtbildes unter Einbeziehung seiner digitalen Möglichkeiten offen: vom Kurz- und Dokumentarfilm über experimentelle Formen und Multiscreen-Narrative bis zum philosophischen Essayfilm, von Realbildformen bis zur Animation.

ZeitBildLab – consultation hours for students with film projects in the pre-production and in the festival submission phase.
The ZeitBildLab is a platform founded in 2019 by Răzvan Rădulescu, Christine Reeh-Peters and João Tabarra. It offers organizational and financial support for student film projects. Laura Morcillo is curator and main coordinator of the Lab. Serpil Turhan is a new member of the platform. The Lab is intended to be a place of reflection, but also a production site and distribution platform for film projects. It is also open to other forms of artistic narrative moving image, incorporating its digital possibilities: from short and documentary film to experimental forms and multiscreen narratives to philosophical essay films, from real-image forms to animation.
Projektbezogen werden die benötigten Maschinen und Techniken vorgestellt. Dabei steht das sichere, fachgerechte und bewusste Arbeiten an Maschinen und Werkzeugen im Vordergrund. Den Studierenden werden die Sicherheitsbestimmungen an Maschinen erläutert und die Gefahren aufgezeigt. Sie erhalten Betreuung und bei Bedarf Hilfestellung bei Vorgehen und Ausführung.

u.a. Metallbandsäge
Rohrbiegemaschine
Schweißen/Hartlöten
Kunststoff- und Gießtechnik
Lackieren
Sandstrahlen
Drehmaschine
Fräsmaschinen
Informal discussion on students’ projects, presentations. Everything from work in progress, film, poetry or just pure ideas can be brought to the group for sharing and receiving feedback. The colloquium is open for all students from all departments and it sets a focus on interdisciplinary approaches.
Please feel free to come with every project, in every state of development.
Das Plenum dient als Plattform, um Arbeiten von Studierenden, die mit dem Medium Fotografie arbeiten, vorzustellen und zu diskutieren. Hier werden alle Fragen zu Medienkunst/Fotografie an der HfG diskutiert.
Das Offene Kolloquium richtet sich an Interessierte aus allen Fachgruppen mit dem Ziel, Projekt-, Prüfungs- und Abschlussthemen zu diskutieren, darin eingeschlossen allgemeine Fragen der Konzeption und Recherche, der Gliederung und Formulierung von Texten oder der wissenschaftlichen Zitation und Illustration.
Studierende, Lehrende und Gäste der Fachbereiche Ausstellungsdesign und Szenografie, Medienkunst/Foto und Kunstwissenschaft präsentieren in kurzen Vorträgen ihre aktuellen Arbeiten und stellen diese zur Diskussion.
Studierende und Lehrende des Fachbereichs Ausstellungsdesign und Szenografie präsentieren in kurzen Vorträgen ihre aktuellen Arbeiten und stellen diese zur Diskussion.
Art and Design Education: FutureLab is an international platform dedicated to the research and presentation of innovative teaching practice for future art and design education. Last year, more than 30 top universities and institutions around the world participated in the first FutureLab.
This year, the second edition of FutureLab will run from November 28th to December 6th, 2020 at West Bund Art Center in Shanghai with two sections: exhibition and forum.
(http://www.ade-futurelab.com/index.php/index)
European Winterfilmschool an der Universidad de Bellas Artes La Laguna
The focus of the excursion is the staging of underwater spaces for film and VR. Divers licenses are appreciated or can be acquired during the excursion.
04.12.-18.12. Verschiebung wegen Covid-19 möglich.
Im Oktober 2020 wollten wir nach Belarus fahren – eine Exkursion, die wegen Corona abgesagt wurde. Seitdem verfolgen wir die Veränderungen in diesem Land über die Nachrichten. Die Bilder der vielen Menschen auf den Straßen sind bewegend.
Künstler*innen und Kulturschaffende in Belarus arbeiten mit diesen Veränderungen täglich. Wie diese raue Gegenwart abgebildet wird, ist Thema dieser virtuellen Exkursion. Als wir die Reise planten, erwarteten wir, ein Land kennen zu lernen, das als „Museum der Sowjetunion“ bezeichnet wurde. Der Ausgang der Bewegung, die sich seit Wochen gegen ein brutales Regime behauptet, ist ungewiss, aber dass nichts mehr so ist, wie es war, ist deutlich spürbar.
Deswegen möchte ich diejenigen, die sich für die Exkursion interessiert haben, auf eine virtuelle Reise einladen. Zusammen mit dem Team des Goethe-Instituts Minsk, der Kuratorin Anna Karpenko und anderen organisieren wir Zusammenkünfte online. Es ist ein Experiment, das inhaltlich stark von unserem gegenseitigen Engagement und Vertrauen geprägt wird. Daher ist die Teilnehmer*innen-Zahl auf 8 Studierende begrenzt.

"Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt aber darauf an sie zu verändern". Doch das Gegenteil dieses berühmten Satzes von Karl Marx aus seinen "Thesen über Feuerbach" gilt ebenso gut: Um die Welt verändern zu können, muss man sie zunächst einmal verstehen! Präsentiert und diskutiert werden in diesem Einführungskurs philosophische Texte und Positionen von der Antike bis zur Gegenwart. Philosophie wird dabei betrachtet als Instrument des kontinuierlichen Perspektivwechsels, der Emanzipation und der Revolution. Subjekt-Objekt-Verhältnisse werden als Blickverhältnisse und Machverhältnisse analysiert, vom Raum der antiken Polis bis zum digitalen Raum. Die (offene) Themenliste wird beim ersten Treffen kommuniziert.

Das Seminar ist Teil des Orientierungsjahr-Programms. Es ist offen auch für Studierende in höheren Semestern.

"Philosophers have only interpreted the world in different ways, but the point is to change it". However, the opposite of this famous sentence by Karl Marx in his "Theses on Feuerbach" is just as true: in order to change the world, one must first understand it! This introductory course presents and discusses philosophical texts and positions from antiquity to the present. Philosophy is considered here as an instrument of continuous change of perspective, emancipation and revolution. Subject-object-relations are analysed as gaze relations and power relations, from the space of the ancient polis to the digital space. The (open) list of topics will be communicated at the first meeting.

The seminar is part of the orientation year programme. It is also open to students in advanced semesters.

Zeit sich auseinanderzusetzen.

Das Wort „auseinandersetzen“ verrät, dass der eigenen (Welt-)Anschauung eine weitere Ansicht gegenüberstehen muss, um überhaupt diverse – zum Teil kontroverse – Themen zu eröffnen, die in einen tatsächlichen Diskurs münden. Insbesondere durch die Corona-Krise ist die Teilhabe an virtuellen „Stammtischen“ intensiviert worden und der reale „Stammtisch“ abhanden gekommen, was zum Teil zu Fehlkommunikation und mangelndem Austausch führt.

Das Seminar setzt sich im Laufe eines Jahres praktisch und theoretisch mit der gemeinsamen Entwicklung einer Begegnungsstätte auseinander und untersucht die Bedeutung von sozial verbindenden Elementen wie Kunst, Körper, Design, Musik, Essen, Stammtischen und deren Einfluss auf kollektives (künstlerisches) Arbeiten.
Im Kurs wird der gesamte Modellbaubereich mit seinen Möglichkeiten und Regularien vorgestellt. Es erfolgt eine Unterweisung in die Unfallverhütungsvorschriften mit praktischen Übungen an Ständerbohrmaschine, Bandsäge und Schleifmaschinen. Im Vordergrund steht das sichere und fachgerechte Arbeiten an Maschinen, die richtige Wahl von Werkzeugen und das Messen mit dem Messschieber.
One of the essential human abilities is the ability to tell stories; one of the essential human needs is the need to listen to them. Throughout the long and adventurous history of humankind we invented numerous forms and ways of doing that. These forms and ways have their own rules and principles which largely depend on a context, i.e. on the spatial and temporal conditions of a story-telling (and story-listening) process.
Reflecting this multifaceted tradition the course will provide its participants with a basic knowledge on the history, theory and practice of various narrative forms and strategies and also on fundamental principles of dramaturgy in different artistic fields, genres and categories. From Ancient Greek drama to postdramatic theatre and contemporary performing arts, from archaic shamanic rituals to high-tech immersive environments and virtual reality, we always deal with particular techniques of building a narrative and devising dramaturgy. By analysing historical and contemporary examples we will learn different forms and methods of storytelling as well as some of their counter forms and strategies in media arts, film and theatre. We will apply this knowledge in our own artistic experiments and course projects.
Im Tutorium werden grundlegende Prinzipien und Techniken des Recherchierens, Konzipierens und Verfassens wissenschaftlicher Arbeiten vermittelt. Inhaltliche Struktur wissenschaftlicher Arbeiten, stilistische Konventionen, Argumentationsprinzipien, Zitierweisen sowie die Arbeit mit Quellen werden anhand konkreter Beispiele dargestellt und erklärt. Das primäre Ziel der Veranstaltung ist, Studierende aller Fächer der HfG für die künftige selbständige Forschungsarbeit und für das Verfassen von Haus-, Diplom- und Magisterarbeiten im Rahmen des Studiums vorzubereiten.
Kunstwerke haben im Laufe der Jahrhunderte viele Funktionsansprüche erfüllen müssen. In der Auseinandersetzung mit der religiösen, politischen, ästhetischen und abbildenden Funktion von Kunstwerken wird deutlich, dass die Grenzen zwischen angewandter und freier Kunst fließend sind. Die wesentliche Aufgabe beispielsweise eines mittelalterlichen Altarbildes oder eines absolutistischen Herrscherportraits lag in der visuellen Kommunikation religiöser und politischer Inhalte. Diese waren für das Publikum – unabhängig vom „Kunstgehalt“ – auf der Basis von tradierten Symbolen, Typen und Gattungen ablesbar. Wie aber lässt sich die entsprechende Ikonographie entschlüsseln? Welche visuellen Kommunikationsstrategien liegen ihr zu Grunde? Handelt es sich bei einer Druckgrafik Albrecht Dürers zum Bauernkrieg um ein Kunstwerk oder um ein politisches Flugblatt?
Mit Louis Sullivans Credo „form follows function“ (1896), William Morris' „Arts and Crafts“- Bewegung oder der Ausdehnung des Jugendstils auf Kunst, Architektur und Gebrauchsgegenstände werden die Differenzierung zwischen Kunst und Alltagsgestaltung aufgehoben. Mit der Entgrenzung der Kunst in das Leben, wie es Sonia Delaunay-Terk, De Stijl oder der russische Konstruktivismus im frühen 20. Jahrhundert forderte, wird schließlich das „Ende der Kunst“ beschworen und die Gestaltung des Lebens und damit auch das Design als neue Kunstform gefeiert.
In der Auseinandersetzung mit exemplarischen Werken versuchen wir, verschiedenen Fragen im Kontext von Kunst, Gestaltung und Funktion auf den Grund zu gehen und die Notwendigkeit eines sich über die Jahrhunderte wandelnden und erweiterten Kunstbegriffes zu verstehen.
Die Anfänge der modernen audiovisuellen Medien wie Fotografie und Film liegen bekanntlich im Dokumentarischen. Ihre Primärfunktion bestand zunächst darin, die sinnlich wahrnehmbaren Momente der ‚Wirklichkeit’, das sogenannte ‚Faktuale’, festzuhalten und dieses über die Grenzen der Zeit und des Raums hinaus aufzubewahren und zu transportieren. Die Verwendung dieser Medien für das Fiktionale setzte erst später ein. Ein künstlerischer experimenteller Umgang sowohl mit dokumentarischen als auch mit fiktionalen Formen machte jedoch die Relativität der Unterscheidung zwischen diesen Kategorien ganz deutlich, was Sergej Eisenstein 1925 auf den Punkt brachte: „Für mich ist es ziemlich egal, mit welchen Mitteln ein Film arbeitet, ob er ein Schauspielerfilm ist mit inszenierten Bildern oder ein Dokumentarfilm. In einem guten Film geht es um die Wahrheit, nicht um die Wirklichkeit.“
Vor diesem Hintergrund bietet das Seminar eine Einführung in die Geschichte der dokumentarischen Formen in der Kunst und im Film, die anhand diverser historischer und aktueller Beispiele diskutiert werden, von den Brüdern Lumière, Robert Flaherty, Dsiga Wertow ("Kino-Auge") über Direct Cinema und Cinéma Vérité, Essayfilme von Chris Marker und Harun Farocki bis zu neusten Experimenten mit dokumentarischen Ansätzen und Formaten.
The course introduces key theoretical approaches and methodologies of analysis and interpretation of art and design works. Dealing with concrete examples, e.g. from the current ZKM-exhibition “Critical Zones”, students will learn how artworks can be described, interpreted and analysed from different theoretical and methodological perspectives by examining their content and aesthetic aspects, reflecting a broader social and cultural context of the exhibition, its curatorial concept, exhibition display etc. Participants will have an opportunity to apply this newly acquainted knowledge not only in a purely textual form, but also by creating their own media products, like short videos, sound features, contributions to social media and so on. These practical projects will demonstrate their understanding and interpretations of chosen subjects, translated into particular audio-visual media formats. The course is part of the Orientation Year Program.
Kaum etwas ist so komplex wie die Übersetzung nichtsprachlicher Formen in Sprache. Die Veranstaltung soll pro Sitzung von einem Objekt als Fallbeispiel ausgehen und dieses gemeinsam erschließen. Neben der verbalen, argumentativen und textlichen Übung bietet sie eine Einführung in grundlegende Konzepte und Methoden, die sich in Auseinandersetzung mit der Form entwickelt haben (Gestalt und Muster, Vergleich und Stil, Morphologie und Ikonografie, Wahrnehmung und visuelle Kultur usw.). Es wird ein Reader zum Thema bereitgestellt.
Unter welchen Umständen und inwieweit könnte Systemen mit künstlicher Intelligenz Kreativität zugesprochen werden? Welche Funktion kann künstliche Intelligenz im Rahmen kreativer Prozesse einnehmen? Welche ethischen Probleme würden beim Einsatz von kreativen künstlichen Intelligenzen auftreten und welche sind für kreative Prozesse generell charakteristisch?
Um mögliche Antworten auf diese Fragen diskutieren zu können, werden zunächst verschiedene Ansätze künstlicher Intelligenz und Möglichkeiten, Kreativität zu definieren und zu beschreiben, betrachtet. Diskutiert werden zudem relevante Aspekte aktueller kognitionswissenschaftlicher Debatten zum Thema Extended Mind und ästhetische Fragen, wie etwa jene nach dem Wert der Kunst, der Stellung von MusikerInnen oder KomponistInnen in einer KI-Umgebung oder der Möglichkeit für einen Algorithmus, selbst UrheberIn eines Kunstwerks und damit KünstlerIn zu sein. Auf dieser Grundlage sollen schließlich Kriterien entwickelt werden, mit deren Hilfe aktuelle Beispiele KI-basierter Musik- und/oder Kunstproduktion systematisch analysiert werden können. Zur Ethik werden nach einer Einführung in ethische Perspektiven exemplarisch einige ethische Probleme aus dem Themenfeld virtuelle Realität, Autonomie und Kreativität diskutiert.
Nach dem Vorlesungsteil werden entsprechende Beispiele in einem Kolloquiumsteil von den Studierenden (MA, Diplom/Vordiplom) in Form von Referaten (HfM, UB, HfG) oder eigenen künstlerischen/musikalischen Arbeiten (HfG) vorgestellt. Diese Veranstaltung wird gemeinsam von der Hochschule für Musik Karlsruhe, der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe sowie der Universität Bayreuth durchgeführt.Nach Absprache mit den Dozenten können Teilnehmende bewertbare Seminararbeiten bzw. Seminarvorträge pbernehmen.



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